Ferdinand
Gast
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01.04.2008 21:12 |
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Ferdinand
Gast
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02.04.2008 11:39 |
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Ferdinand
Gast
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02.04.2008 11:55 |
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RaBoe
Mitglied
   
Dabei seit: 06.09.2007
Beiträge: 3304
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Was ich Herrn Gabriel hoch anrechne, und so habe ich ihn auch kennengelernt, er ist lernfähig. Wenn er von nur 400.000 Autos ausgegangen ist, die diesen Sprit nicht vertragen (er wird ja seine Quellen gehabt haben) und nun kommt raus das es sehr viel mehr Fahrzeuge sind, ist einen Rückzieher doch ok. Wenn ich einen Informanten habe und der mir dann nicht die Wahrheit sagt, so muß ich auch Kreide fressen und gestehen dass ich falsche oder unzureichende Infos hatte und andere Wege zum Ziel suchen.
Nicht anders macht Gabriel jetzt auch, jetzt erst mal die Industrie fragen wie viele Auto es deren Meinung nach sind, den der ADAC ist, so habe ich in der Vergangenheit oft erlebt, doch zu sehr Auto- und weniger Umweltfreundlich.
Wurden bloß mehr Politiker auch mal einen Fehler eingestehen und lieber zweimal Fragen als einfach per Order die Mufti entscheiden. Allerdings bin ich sicher etwas voreingenommen, da ich in kennengelernt habe und mein Wagen ein 13 Jahre alter Diesel ist.
__________________ Geboren in Hadeln, in der Welt zu Hause.
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02.04.2008 19:17 |
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Grubendol
Mitglied
   
Dabei seit: 06.05.2007
Beiträge: 20985
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| Zitat: |
Original von Der Ostwestfale
Es ist doch allseits bekannt das Umweltminister Gabriel den Seeheimer Kreis angehört, und somit den NEO Liberalen in der SPD.
Du als alter Roter musst das doch Wissen. |
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Die parteiinternen Streitereien und Flügelkämpfe der SPD interessieren mich wirklich nur am Rande.
Nur was der Seeheimer Kreis, mag er nun neoliberal sein oder nicht, mit Gabriels Rückzug vom Biosprit zu tun haben soll, vermag ich nicht zu erkennen.
Die angenommenen Zahlen waren falsch, na und, dann wird die Sache eben (jetzt) nicht eingeführt, zumal es erhebliche ökologische Bedenken gegen den Ökosprit gibt, wie er jetzt z.B. in Brasilien produziert wird.
__________________ "So seid ihr Menschen: Wenn euer Bauch spricht, vergesst ihr den Verstand.
Wenn euer Verstand spricht, vergesst ihr euer Herz.
Und wenn euer Herz spricht, vergesst ihr alles."
- Der Dieb von Bagdad
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"Mir gefällt Ihr Benehmen nicht."
"Macht nichts. Ich verkauf's ja nicht."
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Der Erleuchtung ist es egal, wie du sie erlangst!
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03.04.2008 03:48 |
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Ferdinand
Gast
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| Zitat: |
Original von RaBoe
Nicht anders macht Gabriel jetzt auch, jetzt erst mal die Industrie fragen wie viele Auto es deren Meinung nach sind, den der ADAC ist, so habe ich in der Vergangenheit oft erlebt, doch zu sehr Auto- und weniger Umweltfreundlich.
Wurden bloß mehr Politiker auch mal einen Fehler eingestehen und lieber zweimal Fragen als einfach per Order die Mufti entscheiden. Allerdings bin ich sicher etwas voreingenommen, da ich in kennengelernt habe und mein Wagen ein 13 Jahre alter Diesel ist. |
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Hallo Laboe,
das sehe ich ganz anders. Für mich beweist dieser Vorgang insgeammt, daß Gabriel absolut ungeeignet für sein Amt ist. Denn das Problehm ist doch wesentlich komplexer! Hätte er sich vorher mal 5 Min. mit Fachleuten vom BUND oder von Greenpeace unterhalten, wäre er schon im Vorfeld wesentlich schlauer gewesen und hätte auf diesen Unsinn schon vorher verzichtet!
| Zitat: |
Greenpeace: Deutscher Diesel zerstört Urwälder
Auch die Umweltschutzgruppe Greenpeace hat sich zu Wort gemeldet. Deutscher Diesel zerstöre Urwälder und heize den Klimawandel an. Denn ein Fünftel des Biodiesels in jeder Tankfüllung werde aus Sojabohnen gewonnen, die vor allem in Südamerika angebaut würden. Für die neuen Plantagen würden zum Beispiel in Argentinien riesige Urwaldgebiete gerodet, kritisierten die Umweltschützer am Mittwoch in Berlin. Greenpeace stellte die Ergebnisse einer Analyse vor, für die bundesweit Dieselproben an Tankstellen der drei großen Mineralölkonzerne Shell, Esso und Aral genommen worden waren. Getestet wurde, aus welchen Pflanzen der gesetzliche „Biosprit“-Anteil besteht. Die Analysen belegten, dass der beigemischte Pflanzendiesel nicht nur aus heimischem Rapsöl, sondern zu fast 20 Prozent aus Sojaöl gewonnen wird.
„Die Bundesregierung zwingt deutsche Autofahrer, den Urwald in Argentinien zu zerstören“, sagte Alexander Hissting, Agrarexperte von Greenpeace. „Setzt sich die Bundesregierung mit ihrer Politik durch, wird künftig noch mehr Wald dem Agrosprit zum Opfer fallen.“ Nach Berechnungen der Umweltschutzorganisation bedeutet jedes Prozent mehr Beimischung von Agrodiesel in Deutschland über 700.000 Hektar zusätzlichen Sojaanbau im Jahr. Sollten 17 Prozent Beimengung erreicht werden, müssten voraussichtlich 4,9 Milliarden Liter Sojadiesel importiert werden. Die Sojaplantagen hierfür würden ein Ausmaß von fast zehn Millionen Hektar einnehmen und damit einer Fläche von Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen zusammen entsprechen.
„Wer das Klima schützen will, muss die letzten Urwälder schützen“, forderte Hissting. Er nannte die Beimischungsquote einen Irrtum. So hätten wissenschaftliche Untersuchungen ergeben, dass es 319 Jahre dauern würde, bis der Einsatz von Sojadiesel die Menge an Treibhausgasen eingespart habe, die durch eine Abholzung des Amazonas für die Sojaplantage zuvor freigesetzt worden sei. |
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Quelle
Ein kompetenter Minister hätte das alles ja wohl schon vorher gewußt! Aber wenn man sich Schlummschuster als Berater hält, wo allein das Parteibuch für die Personalentscheidung zählte, dann fallen Fehlentscheidungen in Serie!
Umweltschutz a la SPD!
Dieser Beitrag wurde schon 2 mal editiert, zum letzten mal von Ferdinand am 03.04.2008 12:42.
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03.04.2008 12:38 |
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Silke
Gast
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Ferdie, wenn das stimmt, was in diesem Zeitungsartikel steht, dann sollte Gabriel ganz schnell zurücktreten!
Wenn er gewußt hat, wie dieser Scheiß die Umwelt in Wahrheit belastet und das trotzdem einführen wollte, dann hat er als Umweltmister versagt!
Wenn er es aber nicht wußte, dann ist er als Umweltminister erst recht nicht mehr haltbar!
Jetzt wähle ich auch die SPD nicht mehr!!!
Dann können wir lieber den Bauern Piepenbrink zum Umweltminister machen, der hat mehr Ahnung als Gabriel!
Dieser Beitrag wurde schon 2 mal editiert, zum letzten mal von Silke am 03.04.2008 13:04.
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03.04.2008 13:01 |
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Grubendol
Mitglied
   
Dabei seit: 06.05.2007
Beiträge: 20985
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| Zitat: |
Original von Silke
So etwas habe ich überhaut nicht geschrieben. Ich schrieb von jemand speziellem, nämlich von Bauer Piepenbrink |
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Dein erstes Posting enthielt diesen Link aber nicht. Also hast du dich aus meinem Blickwinkel ganz allgemein über den Typus "Bauer" geäußert und nicht konkret über eine bestimmte Figur.
Und zur Sache habe ich bereits gesagt, was ich dazu zu sagen haben, also immer schön ehrlich bleiben!
Abgesehen davon halte ich gar nichts von Gabriel, was seine Rolle und und seine Politik angeht. Aber wenn ihm seine Beamten oder die Wirtschaft falsche Zahlen vorlegen, kann er nicht anders als falsche Entscheidungen treffen.
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- Der Dieb von Bagdad
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Der Erleuchtung ist es egal, wie du sie erlangst!
Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Grubendol am 04.04.2008 03:09.
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04.04.2008 03:06 |
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Gertrud
Gast
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| Zitat: |
Original von max1995
Die Herstellung von Bio-Kraftstoff aus Nahrungsmitteln ist bei der Zahl an Hungernden auf dieser Welt ein Skandal und zeigt einmal mehr die Verkommenheit unserer Gesellschaft. |
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Richtig! Und das alles ist doch seit langen bekannt.
Wie Ferdi ganz richtig schreibt, hätte Minister Gabriel das wissen müssen! Dass er den Biostoff trotzdem einführen will zeicht nur wie unfühig der Typ ist.
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06.04.2008 20:51 |
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Ferdinand
Gast
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| Zitat: |
Original von Gertrud
| Zitat: |
Original von max1995
Die Herstellung von Bio-Kraftstoff aus Nahrungsmitteln ist bei der Zahl an Hungernden auf dieser Welt ein Skandal und zeigt einmal mehr die Verkommenheit unserer Gesellschaft. |
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Richtig! Und das alles ist doch seit langen bekannt.
Wie Ferdi ganz richtig schreibt, hätte Minister Gabriel das wissen müssen! Dass er den Biostoff trotzdem einführen will zeicht nur wie unfühig der Typ ist. |
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Genau Trude,
ein Umweltminister, der diese Fakten nicht kennt, ist fehtan seinem Platz. Denn er hat absolut keine Ahnung von seinem Bereich!
Ein Umweltminister, dem diese Zusammenhänge aber bekannt sind, der den Biokraftstoff aber trotzdem einführen will, handelt total gegen seinen Auftrag als Umweltminister.
Man muß davon ausgehen, daßß Gabriel in wirklichkeit der deutschen Autoindustrie dienen wollte, und das ganz skrupellos.
| Zitat: |
Greenpeace: Deutscher Diesel zerstört Urwälder
Auch die Umweltschutzgruppe Greenpeace hat sich zu Wort gemeldet. Deutscher Diesel zerstöre Urwälder und heize den Klimawandel an. Denn ein Fünftel des Biodiesels in jeder Tankfüllung werde aus Sojabohnen gewonnen, die vor allem in Südamerika angebaut würden. Für die neuen Plantagen würden zum Beispiel in Argentinien riesige Urwaldgebiete gerodet, kritisierten die Umweltschützer am Mittwoch in Berlin. Greenpeace stellte die Ergebnisse einer Analyse vor, für die bundesweit Dieselproben an Tankstellen der drei großen Mineralölkonzerne Shell, Esso und Aral genommen worden waren. Getestet wurde, aus welchen Pflanzen der gesetzliche „Biosprit“-Anteil besteht. Die Analysen belegten, dass der beigemischte Pflanzendiesel nicht nur aus heimischem Rapsöl, sondern zu fast 20 Prozent aus Sojaöl gewonnen wird.
„Die Bundesregierung zwingt deutsche Autofahrer, den Urwald in Argentinien zu zerstören“, sagte Alexander Hissting, Agrarexperte von Greenpeace. „Setzt sich die Bundesregierung mit ihrer Politik durch, wird künftig noch mehr Wald dem Agrosprit zum Opfer fallen.“ Nach Berechnungen der Umweltschutzorganisation bedeutet jedes Prozent mehr Beimischung von Agrodiesel in Deutschland über 700.000 Hektar zusätzlichen Sojaanbau im Jahr. Sollten 17 Prozent Beimengung erreicht werden, müssten voraussichtlich 4,9 Milliarden Liter Sojadiesel importiert werden. Die Sojaplantagen hierfür würden ein Ausmaß von fast zehn Millionen Hektar einnehmen und damit einer Fläche von Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen zusammen entsprechen.
„Wer das Klima schützen will, muss die letzten Urwälder schützen“, forderte Hissting. Er nannte die Beimischungsquote einen Irrtum. So hätten wissenschaftliche Untersuchungen ergeben, dass es 319 Jahre dauern würde, bis der Einsatz von Sojadiesel die Menge an Treibhausgasen eingespart habe, die durch eine Abholzung des Amazonas für die Sojaplantage zuvor freigesetzt worden sei. |
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Quelle
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07.04.2008 09:24 |
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Ferdinand
Gast
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| Zitat: |
Original von Grubendol
Ich bin nur froh, dass du nicht in verantwortlicher Stellung tätig bist, Ferdinand.
Selbstverständlich erwarte ich von einem Minister, dass er zuerst an unser Wohl und erst dann das Wohl anderer Leute oder Weltgegenden denkt. |
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Und was ist dabei "unser Wohl", wenn Gabriel die deutsche Autoindustrie auf Kosten der 3. Welt davon entlastet, mal endlich Motoren mit weniger Emmissionen zu entwickeln???
Unser Wohl? - Das ist doch ein Schmarren!
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07.04.2008 11:08 |
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Ferdinand
Gast
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Längst bekannte Fakten, nur Minister Gabriel wußte das offensichtlich noch nicht:
| Zitat: |
IWF-Chef warnt vor steigenden Lebensmittelpreisen
"Hunderttausende werden hungern"
Deutliche Worte zu einem sich zuspitzenden Problem: IWF-Chef Strauss-Kahn hat vor "furchterregenden Konsequenzen" der aktuellen Lebensmittelkrise gewarnt. Hunderttausende Menschen könnten in den Hunger getrieben werden. Aber Strauss-Kahn präsentierte auch einen Erfolg.
Nach Angaben der Weltbank gingen die Nahrungsmittelpreise für Reis, Weizen, Mais und andere Agrarprodukte in den vergangenen drei Jahren zwischen 80 und 180 Prozent nach oben. Mehrere Gründe gibt es für diese Entwicklung: Die steigende Nachfrage nach Lebensmittel, veränderte Ernährungsgewohnheiten in aufstrebenden Staaten wie China und Indien, die stark angestiegenen Energiepreise - und die immer größere Nachfrage nach Biotreibstoffen. Sie werden aus Agrarprodukten wie Mais hergestellt, was in der logischen Konsequenz zu Preissteigerungen führte . |
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http://www.tagesschau.de/ausland/iwf36.html
Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Ferdinand am 13.04.2008 12:33.
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13.04.2008 12:32 |
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Ferdinand
Gast
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| Zitat: |
Original von Grubendol
Ich erinnere mich nicht, dass du das bereits vor Monaten gesagt hättest...deine Argumentation ist extrem billig. Hinterher weiß man immer alles besser. |
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Warum hätte ich das auch sollen?
Ich bin kein Bundesminister und stehe auch nicht in der Verantwortung! Sir Gabriel aber schon.
Der hat die Pflicht sich über diese Thematik umfasssend zu informieren und dann entsprechend zu handeln! Ist er dazu nicht in der Lage oder kommen ihm diese Infos ungelegen, weil er der Automobillobby aus bestimmten Gründen verpflichtet ist, dann soll er endlich zurücktreten!!!
Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Ferdinand am 13.04.2008 21:31.
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13.04.2008 21:30 |
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Ferdinand
Gast
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Meldung von tagesschau.de vom 11.03.2008 19:15 Uhr:
| Zitat: |
Biokraftstoff lässt Getreidepreise steigen
Hungern für den Klimaschutz?
Klimawandel und Hunger - die Lösung des einen Problems droht das andere zu verschärfen. Um das Klima zu schützen ist vermehrt Biokraftstoff gefragt. Das verkleinert die Anbaufläche für Getreide und treibt dessen Preis in die Höhe. Hilfsorganisationen sehen ihre Programme in Gefahr. Volker Schwenck berichtet aus Genf.
http://www.tagesschau.de/ausland/biokraftstoff2.html |
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Alle, die sich nur etwas mit Wirtschaftspolitik beschäftigen, wissen das. Nur für Minister Gabriel sind diese Hintergrundinformationen völlig neu!
Schon seltsam, was für eine Qualifikation man (nicht) haben muß, um in der SPD Bundesminister zu werden! 
Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Ferdinand am 14.04.2008 09:29.
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14.04.2008 09:28 |
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Grubendol
Mitglied
   
Dabei seit: 06.05.2007
Beiträge: 20985
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Tatsache ist, dass im letzten Jahr alle für Biosprit waren und man mittlerweile schlauer ist und die Konsequenzen gezogen hat.
Tatsache ist, dass wir einen handlungsfähigen Umweltminister haben, der bereit ist, einmal getroffene Entscheidungen, die sich als falsch oder ungünstig erweisen, zu revidieren.
Nenn' mir einen besseren Mann, eine bessere Frau für den Job!
Den Stein der Weisen hat in der Umweltdebatte, der Frage des Ausgleichs zwischen Ökonomie und Ökologie noch niemand gefunden. Die Grünen haben ihr Spezialgebiet ja leider aufgegeben...
__________________ "So seid ihr Menschen: Wenn euer Bauch spricht, vergesst ihr den Verstand.
Wenn euer Verstand spricht, vergesst ihr euer Herz.
Und wenn euer Herz spricht, vergesst ihr alles."
- Der Dieb von Bagdad
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"Mir gefällt Ihr Benehmen nicht."
"Macht nichts. Ich verkauf's ja nicht."
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Der Erleuchtung ist es egal, wie du sie erlangst!
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14.04.2008 11:10 |
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jens
Mitglied
   
Dabei seit: 22.05.2007
Beiträge: 396
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Schon komisch, als ich mich vor fast zwei Monaten zur grundsätzlichen Problematik von Biosprit äußerte, haben Ferdi und Nadermann nichts weiter dazu gesagt. Jetzt wo das Thema in allen Medien entsprechend breitgetreten wurde, haben sie plötzlich auch eine Meinung und tun jetzt sogar so, als hätten sie es schon immer besser gewusst. Das finde ich schon etwas billig.
| Zitat: |
Original von Grubendol
Tatsache ist, dass im letzten Jahr alle für Biosprit waren und man mittlerweile schlauer ist und die Konsequenzen gezogen hat.
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Ja, und gerade das finde ich problematisch, vor dem Hintergrund, dass schon länger auf die Problematik von Biosprit hingewiesen wurde. In meinem Posting von vor zwei Monaten habe ich Quellen verlinkt die aus dem Jahr 2006 sind:
Greenpeace vom 20.4.06 : Biodiesel: Mogelpackung auf Kosten der Umwelt
und sogar die Springer-Presse (nicht gerade als Umweltschützer bekannt -> siehe jede Menge Artikel zur Unterstützung der Elbvertiefungslobby im Abendblatt) war 2006 unter Berufung auf Fachleute schon so weit:
Hamburger Abendblatt 30.11.2006: Diesel sauber - Regenwald tot?
Und von einem dafür zuständigen Ministerium sollte man wohl erwarten können, dass die auf dem Laufenden sind. Die entsprechenden Fachpublikationen der Wissenschaftler sollte man vor den Leuten von der Boulevardpresse gelesen haben, bzw. von den dafür zuständigen Mitarbeitern des Ministeriums lesen lassen.
Hat man vielleicht auch, aber die Wahrheit war wohl politisch nicht gewünscht . Die Politik hatte ja schließlich die Meinung, dass Biosprit GUT sein soll. Und da wollte man sich doch nicht noch lange mit der Meinung von Fachleuten und möglicherweise sogar noch mit Fakten aufhalten
Es ist zwar richtig jetzt keine weitere Erhöhung des Ethanolanteils vorzuschreiben, aber das hätte man wirklich schon lange wissen sollen. Die Begründung für den Stop der Verordnung ist zwar jetzt, dass zu viele Autos das nicht vertragen.
Aber die Grundproblematik bleibt doch bestehen, da wir nach wie vor 5 Prozent Biospritbeimischung haben. Diese 5 Prozent beeinflussen weiterhin die Nahrungsmittelpreise und haben auch eine katastrophale Ökobilanz.
Wäre man konsequent sollte man die Beimischungspflicht jetzt komplett abschaffen.
__________________
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14.04.2008 12:55 |
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Ferdinand
Gast
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| Zitat: |
Original von jens
Schon komisch, als ich mich vor fast zwei Monaten zur grundsätzlichen Problematik von Biosprit äußerte, haben Ferdi und Nadermann nichts weiter dazu gesagt. Jetzt wo das Thema in allen Medien entsprechend breitgetreten wurde, haben sie plötzlich auch eine Meinung und tun jetzt sogar so, als hätten sie es schon immer besser gewusst. Das finde ich schon etwas billig. |
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Du hattest damit ja völlig Recht, von daher bestand von der Sache her nicht die Notwendigkeit dazu zu posten!
| Zitat: |
Und von einem dafür zuständigen Ministerium sollte man wohl erwarten können, dass die auf dem Laufenden sind. Die entsprechenden Fachpublikationen der Wissenschaftler sollte man vor den Leuten von der Boulevardpresse gelesen haben, bzw. von den dafür zuständigen Mitarbeitern des Ministeriums lesen lassen.
Hat man vielleicht auch, aber die Wahrheit war wohl politisch nicht gewünscht . Die Politik hatte ja schließlich die Meinung, dass Biosprit GUT sein soll. Und da wollte man sich doch nicht noch lange mit der Meinung von Fachleuten und möglicherweise sogar noch mit Fakten aufhalten
Es ist zwar richtig jetzt keine weitere Erhöhung des Ethanolanteils vorzuschreiben, aber das hätte man wirklich schon lange wissen sollen. Die Begründung für den Stop der Verordnung ist zwar jetzt, dass zu viele Autos das nicht vertragen.
Aber die Grundproblematik bleibt doch bestehen, da wir nach wie vor 5 Prozent Biospritbeimischung haben. Diese 5 Prozent beeinflussen weiterhin die Nahrungsmittelpreise und haben auch eine katastrophale Ökobilanz.
Wäre man konsequent sollte man die Beimischungspflicht jetzt komplett abschaffen. |
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Richtig, nur geht es hier doch vor allem darum, daß sich unsere Politiker mal wieder der Autoindistrie andienern. Denn die Autpbauer würden durch eine zusätzliche Beimischung bekanntlich hohe Entwicklungskosten für emmissionsärmere Motoren sparen!
Das ist der Hauptgrund - und Gabriel ist genauso ein dienernder Freund der Autowirtschaft wie es sein Vorgänger in Hannover Schröder war! Darum allein geht es doch! Den Gabariel juckt doch nicht der Umweltschutz! Glaubt doch diese Märchen nicht!
Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Ferdinand am 14.04.2008 13:14.
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14.04.2008 13:13 |
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Ferdinand
Gast
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15.07.2008 16:19 |
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RaBoe
Mitglied
   
Dabei seit: 06.09.2007
Beiträge: 3304
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23.07.2008 21:41 |
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