Günter
Administrator
      
Dabei seit: 14.11.2005
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Sturmflutschäden sind nicht versichert! |
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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
aus gegebenem Anlass möchte hier eine wichtige Information an Sie weitergeben.
Sowohl hier als auch im Forum des Regionalen Bündnisses gegen Elbvertiefung wurde wiederholt das wesentlich höhere Sturmflutrisiko nach einer erneuten Elbvertiefung thematisiert. Infos dazu hier.
Wie es im Land Hadeln nach einem Deichbruch und einer Flut mit einem Wasserstand von NN +4,50m aussehen könnte, können Sie sich hier ansehen: Deichbruchsimulation
Die Folgen einer Sturmflut wären für Menschen und Tiere verheerend. Vermutlich würde es nicht wenige Todesopfer geben.
Auch auch in materieller Hinsicht bedeutete eine Sturmflut für viele Hadelner den Ruin!
Denn, was viele nicht wissen:
Bei Sturmflutschäden zahlen die Versicherungen nicht!
Weder die Gebäudeversicherung noch die Hausratversicherung leistet auch nur einen Cent!
Lassen Sie sich da bitte nicht in falsche Sicherheit wiegen. Auch die Versicherung gegen Elementarschäden, die bei manchen Versicherungsgesellschaften sowohl in die Hausrat- als auch in die Gebäudeversicherung eingeschlossen werden kann, leistet bei Sturmflutschäden nicht.
Darüber reden manche Versicherungsvertreter nicht gerne, aber es ist so.
Nun rechnen Sie sich einmal aus, was in Ihrer Wohnung oder gar in Ihrem Eigenheim nach einer Sturmflut auf Sie zukäme. Sollte das Haus die Flut überhaupt überstehen, müßte mindestens der Estrich erenuert werden. (Vom Hausrat, von Teppichen, von Türen und der Einbauküche will ich jetzt gar nicht reden, das wäre im Erdgeschoss sowieso alles Schrott).
Wie gesagt, Ihre Versicherungen würden bei Sturmflutschäden keinen Cent bezahlen. Ich weiß genau, wovon ich hier schreibe, weil ich viele Jahre lang als Versicherungsfachmann (BWV) im Außendienst tätig war.
Was die Einzelhandelsgeschäfte, die kleinen und die größeren Betriebe hier in Otterndorf und umzu betrifft, bin ich mir nicht ganz sicher. Aber, nach meinem Kenntnisstand sind auch die Betriebe überhaupt nicht gegen Sturmflutschäden versicherbar.
Nun stellen Sie sich einmal vor, was das für Konsequenzen hätte! Auch für die Arbeitsplätze!
Was wäre, wenn die Firmen Alfred Paulsen, Adolf Tiedemann, Dinter Fruchtsäfte, Autohaus Nord, Euromaster, Niederelbe-Zeitung und die vielen Familienbetriebe vorübergehend oder endgültig schließen müßten???
Wieviele Arbeitsplätze wären dadurch vorübergehen oder endgültig vernichtet?
Und das alles nur, weil man zwei bis drei Schiffen pro Woche nicht zumuten will, vor Cuxhaven auf die Flut zu warten oder einen kleinen Teil der Ladung in Cuxhaven löschen zu lassen.
Günter Ruks
__________________ Liebe Grüße
Günter

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20.02.2007 12:21 |
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Werner
Gast
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Richtig, das alles ist ja nicht weiter wichtig, wenn Hamburg paar Millionen mehr cashen kann ....
Meine Frau und ich haben schon beschlossen:
Wenn die Elbvertiefung kommt, gehen wir hier weg!
So wollen wir dann nicht leben, immer mit dieser Angst ...
Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Werner am 12.03.2007 10:11.
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26.02.2007 03:11 |
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Willy
Gast
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12.03.2007 10:30 |
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Theo
Gast
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Einen schönen Gruß von meinem Vermögensberater! Hier schreiben zu einem wichtigen Thema Laien, die keine Ahnung von der Versicherungswirtschaft haben!
Es wurde hier doch tatsächlich behauptet, dass Hausrat- und die Gebäudeversicherung bei Sturmflut nicht zahlen! Das ist blanker Unsinn!
Es gibt eine bekannte Versicherungsgesellschaft, die bei Schäden an Hausrat oder am Wohngebäude durch Sturmflut leistet. Das ganze wird über die Elementarversicherung abgewickelt.
Ich vermittele Euch gerne Kontakt meinem Vertreter, der Euch helfen wird, dass Ihr für den Fall einer Sturmflut versichert seid.
mfg
Theo
Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Theo am 01.05.2007 01:37.
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01.05.2007 01:36 |
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Günter
Administrator
      
Dabei seit: 14.11.2005
Beiträge: 19256
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| Zitat: |
Original von Theo
Einen schönen Gruß von meinem Vermögensberater! Hier schreiben zu einem wichtigen Thema Laien, die keine Ahnung von der Versicherungswirtschaft haben!
Es wurde hier doch tatsächlich behauptet, dass Hausrat- und die Gebäudeversicherung bei Sturmflut nicht zahlen! Das ist blanker Unsinn!
Es gibt eine bekannte Versicherungsgesellschaft, die bei Schäden an Hausrat oder am Wohngebäude durch Sturmflut leistet. Das ganze wird über die Elementarversicherung abgewickelt.
Ich vermittele Euch gerne Kontakt meinem Vertreter, der Euch helfen wird, dass Ihr für den Fall einer Sturmflut versichert seid.
mfg
Theo |
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Hallo Theo,
ich weiß nicht, was Sie dazu bewegt, obige Sätze zu posten.
Wollen Sie hier für einen Versicherungsvertreter bzw. eine Versicherungsgesellschaft Kunden werben?
Oder sind Sie am Ende selber dieser Versicherungsvertreter?
Wie auch immer, was Sie hier schreiben, ist absolut falsch und ich widerspreche vehement!
Keine Versicherungsgesellschaft bietet einen Versicherungsschutz gegen Schäden durch Sturmflut an!
Sollten Sie anderer Auffassung sein, bitte ich Sie, mir das entsprechend zu belegen und die entsprechenden Bedingungen und Klauseln für die VHBs bzw. VGBs in Kopie zukommen zu lassen.
Solange das aber nicht passiert, werde ich Behauptungen dieser Art hier nicht unwidersprochen stehen lassen!
Ich hoffe, ich habe mich klar ausgedrückt!
Liebe Grüße
Günter
__________________ Liebe Grüße
Günter

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01.05.2007 19:48 |
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Günter
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18.08.2008 21:32 |
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Schrat.
Gast
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| Zitat: |
Original von Werner
Richtig, das alles ist ja nicht weiter wichtig, wenn Hamburg paar Millionen mehr cashen kann ....
Meine Frau und ich haben schon beschlossen:
Wenn die Elbvertiefung kommt, gehen wir hier weg!
So wollen wir dann nicht leben, immer mit dieser Angst ... |
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Mein Schwager will auch weggehen, wenn die Elbvertiefung kommt. Hat nur das Problem, dass er sein Haus vorher verkaufen muss. Und da gibt es momentan ja kein Geld für.
Wenn die Elbvertiefung da ist werden die Preise noch weiter fallen ...
Dieser Beitrag wurde schon 2 mal editiert, zum letzten mal von Schrat. am 18.08.2008 21:49.
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18.08.2008 21:49 |
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Günter
Administrator
      
Dabei seit: 14.11.2005
Beiträge: 19256
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| Zitat: |
Original von RaBoe
Nun ich denke wegen einer Sturmflut muß man nicht wegziehen, ich würde eher sagen, bereitet Euch einfach für den Fall der Fälle vor.
Angst ist gut aber gleich Panik schieben.
Je nachdem wo das Haus steht gibt es das Wasser zwischen 50cm und 150 cm liegen, falls es nur eine kleine Sturmflut geben wird.
Gibt es eine große Sturmflut sollte die Dächer mit 400 cm wichtig werden, vor allem im Siedland.
Hey wir habe heute besser Vorwarnungen als früher, daher wird, so hoffe ich, schnell über die Lage berichtet werden und keine Menschenleben in Gefahr kommen. |
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Hallo Raboe,
ich denke, ganz so einfach ist das nicht!
Natürlich, wer nicht alt und gebrechlich oder verwirrt ist, wird der Flut vermutlich nicht zum Opfer fallen.
Nur wirtschaftlich dürften dann viele ins Nichts fallen! Stell dir mal vor, ein Pärchen hat ein Einfamilienhaus gebaut, Finanzierung läuft rund 25 Jahre, lässt sich gerade so abzahlen.
Im Falle einer Sturmflut muss im gesammten Erdgeschoss - und falls vorhanden auch Keller sehr umfangreich saniert werden: Estrich und Putz muss neu, dazu Teppichböden, der gesammte Hausrat und der PKW vor der Tür!
Wer nicht gerade 50 bis 100.000 so ungenutzt rumliegen hat, kann in sehr große Schwierigkeiten kommen. Das könnte für manch einen den endgültigen wirtschaftlichen Ruin bedeuten!
Aber, selbst wenn eine Familie oder eine Einzelperson kein Eigenheim hat wird es problematisch! Wenn ich mir vorstelle, von einem Moment zum anderen meine gesammte Einrichtung, meinen gesammten Hausrat zu verlieren, dann wird mir Angst und Bange!
Und viele haben doch in der heutigen Zeit überhaupt keine Rücklagen!!!
Und nochmals: Die Gebäude- und die Hausratversicherungen zahlen bei einer Sturmflut keinen Cent!
Und da ich auch nicht reich bin, steht für mich fest, dass auch ich Otterndorf verlassen werde, wenn wir den Kampf gegen die Elbvertiefung verlieren! Ich werde nicht hierbleiben, wenn die Elbvertiefung kommt!
Ich könnte mir eine Sturmflut schlicht nicht leisten!
Liebe Grüße
Günter
__________________ Liebe Grüße
Günter

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18.08.2008 23:45 |
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RaBoe
Mitglied
   
Dabei seit: 06.09.2007
Beiträge: 3304
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Hallo Günter,
gebe zu, es gerade etwas flapsig geschrieben zu haben, aber ich würde nicht auf die Idee kommen meine angestammte Heimat zu verlassen, ok bin zwar gerade woanders, aber in meinem Traum des "Rentner-Daseins" soll Otterndorf wieder eine Rolle spielen. 
Ich geben Dir recht, ich kann mir auch keine Sturmflut leisten, ich bin froh wenn ich alles so erhalten kann, wie es gerade ist. Und die Rücklagen sind schon vor Jahren geschrumpft.
Deshalb habe ich auch den Einspruch gemacht, ich hoffe einfach, dass die Leute zu Einsicht kommen und auf eine weitere Vertiefung verzichten.
Denn es ist jetzt ja schon festgestellt worden, das die Deiche durch eine weitere Vertiefung noch anfälliger werden.
Ach ja schau Dir mal die Bilder von Walter an, wie sich der Deich in Altenbruch bein den Windkraftanlagen gesetzt hat. Erstaunlich oder?
Unter:
http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer_Di...lter_Rademacher
"Glameyer Stack - zur konstruktiven Kritik etc., aus der Löschdiskussion hierher übertragen und fortgesetzt"
Aber wie wird das Land und der Bund reagieren, falls eine Sturmflut den Besitz von abertausende zerstört.
Werden die uns helfen, so wie bei der Elbe oder bei der Oderflut?
Den Hamburgern zu beweisen, das sie schuld sind wird zwar nicht einfach, aber ich denke die habe sich mit den vorhanden Gutachten so was von einen Bärendienst geleistet, das viele den Hamburgern nicht mehr über den Weg trauen und sie als Pfeffersäcke wieder in Verruf kommen.
__________________ Geboren in Hadeln, in der Welt zu Hause.
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19.08.2008 00:17 |
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Quark
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Beiträge: 6042
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| Zitat: |
Original von Günter
Und da ich auch nicht reich bin, steht für mich fest, dass auch ich Otterndorf verlassen werde, wenn wir den Kampf gegen die Elbvertiefung verlieren! Ich werde nicht hierbleiben, wenn die Elbvertiefung kommt!
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Liebe Günter bleib doch! Eure Argumentation ist zwar schön, aber auch nur lustig. Ihr macht doch folgenden Vergleich:
Elbvertiefung = Deichbruch
Richtig ist doch, wenn man allen Aussagen glauben kann, und da gehe ich immer noch von aus:
Keine Deichsicherheit = Keine Elbvertiefung.
Nur mit blanken Horrorszenarien über geborstene Deiche und Häusern in denen das Wasser 4 m hoch steht leistet ihr nicht unbedingt einen objektiven Beitrag zu der Diskussion.
Ich möchte nur mal folgendes Szenario ausmalen: Die Elbvertiefung kommt nicht! Alles freut sich. Na gut, die Hamburger nicht. Und was wird mit den Schäden, auf die RaBoe in seinem Link so treffend hinweist? Und es gibt ja noch viel mehr Angriffspunkte. (Siehe Deckwerksschäden, oder Schäden durch Sog und Schwall) Glaubt Ihr denn allen Ernstes, die sind dann von heute auf morgen verschwunden? Oder es gibt dafür noch irgendeiner Geld aus?
Nur mit dieser Panikmache wird man die Glaubwürdigkeit dieser Region nicht stärken können.
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In der Politik geschieht nichts zufällig. Wenn es geschieht, dann kann man darauf wetten, dass es genauso geplant war. Franklin D. Roosevelt
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19.08.2008 17:03 |
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RaBoe
Mitglied
   
Dabei seit: 06.09.2007
Beiträge: 3304
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Richtig, die Gefahr bestand immer und wird auch immer bestehen, es wird wieder mal eine Jahrhundertflut kommen, die Frage ist nur, wenn wird sie treffen, uns, das Friesland oder Holland.
Die Deiche sind, auch dank des Sandkerndeiches, heute in meinen Augen unsicherer als früher, auch hat die letzte Elbvertiefung an den Deichen und dem Watt gekratzt, die Schäden werden immer wieder repariert, oder im Falle es Watts vor Otterndorf und den Verschiebungen im Fahrwasser der Elbe, einfach hingenommen.
Mein Vater, seines Zeichens "Deichschauer" war oft unzufrieden mit den Zustand, besondern mit dem Ostedeich, da dieser etwas vernachlässigt wurde. (Ostesperrwerk)
Wir haben 1962 Glück gehabt, auch 1976 hat die Natur es gnädig mit uns gemeint, da die Sturmfluten nicht "typisch" abliefen.
Aber, ich denke mal wir werde es erleben, in der Hoffnung, das es kein Horrorszenarien geben wird, sondern nur etwas mehr Wasser unter den Füßen
btw: ich bin gerade in der Mitte Italiens, auf ca. 1.500m in einem kleinen Dorf, hier haben wir zuwenig Wasser, aus der Wasserleitung kommt etwas, aber nicht mehr so viel wie früher, auch sind die Löschflugzeuge und Hubschrauber im Einsatz, da der Wald und die Berge brennen.
__________________ Geboren in Hadeln, in der Welt zu Hause.
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19.08.2008 23:45 |
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Quark
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| Zitat: |
Original von RaBoe
Die Deiche sind, auch dank des Sandkerndeiches, heute in meinen Augen unsicherer als früher, auch hat die letzte Elbvertiefung an den Deichen und dem Watt gekratzt, die Schäden werden immer wieder repariert, oder im Falle es Watts vor Otterndorf und den Verschiebungen im Fahrwasser der Elbe, einfach hingenommen.
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Wie kommst Du zu so einer Aussage? Der Sandkern des Deiches ist von einer festen Kleiabdeckung eingeschlossen. Die Grasnarbe hält diese Kleiabdeckung zusammen. Das Problem ist immer, dass man die Bilder der Oderflut bzw. des Elbhochwassers vor Augen hat. Doch bei diesen Deichen handelte es sich um Flussdeiche, an denen das Wasser mehrere Wochen hoch stand. Bei den Hochseedeichen reden wir von dem Zeitraum einer Tide - wenn auch einer sehr hohen Tide. Du kennst doch selber die Bilder der Sturmfluten hier in der Region.
(Wenn nicht, empfehle ich Dir mal folgenden Link: http://www.wasser-otterndorf.de/00000198...0a01/index.html).
| Zitat: |
Original von RaBoe
Mein Vater, seines Zeichens "Deichschauer" war oft unzufrieden mit den Zustand, besondern mit dem Ostedeich, da dieser etwas vernachlässigt wurde. (Ostesperrwerk) |
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Der Ostedeich ist heute nur noch ein Flussdeich, seit das Ostesperrwerk davor ist - also mit der Situation an der Elbe nicht vergleichbar.
| Zitat: |
Original von Raboe
Wir haben 1962 Glück gehabt, auch 1976 hat die Natur es gnädig mit uns gemeint, da die Sturmfluten nicht "typisch" abliefen. |
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Wen meinst Du mit wir? Wir an der Oste, oder wir an der Elbe? Ich denke, die Bevölkerung an der Oste hat 1962 erlebt, was es heisst, wenn ein Deich bricht. Und auch der Deich an der Elbe hat an mehreren Stellen nachgegeben. Damals waren die Deiche allerdings auch noch anders gebaut und niedriger.
Nein, ich denke, kein Deich wird jemals sicher sein, denn die nächste Sturmflut wird wieder die Deiche prüfen und irgendwann wird es eine Sturmflut geben, die über die Deiche kommt, das ist so sicher, wie das Amen in der Kirche - ach Mensch, ich wollte doch das Kirchliche aus diesem Beitrag raushalten
Aber dieses Risiko besteht seit ich hier wohne. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie mein Vater 1976 an den Deich gerufen wurde - er war damals bei der Bundeswehr in Cuxhaven - und wie wir zuhause den Nachrichten zugehört haben. Meine Mutter und meine Oma mit den Gedanken an die Sturmflut 1962.
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In der Politik geschieht nichts zufällig. Wenn es geschieht, dann kann man darauf wetten, dass es genauso geplant war. Franklin D. Roosevelt
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20.08.2008 01:11 |
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RaBoe
Mitglied
   
Dabei seit: 06.09.2007
Beiträge: 3304
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Ich gebe Dir recht, solange die Abdeckung fehlerfrei ist, also keine Löcher aufweist ist alles in Butter, wenn aber und es reicht dann schon ein Maulwurf oder Mäuse, die Oberschicht an der richtigen Stelle defekt ist und der Sand vom Wasser aufweicht, wird das ganze System unberechenbar, würde der Deich dort brechen, geht es schneller und die Lücken im Deich wären auch größer als mit einem Kleiedeich, so sagte mir ein besorgter Deichfachman.
Ich mache mir halt Sorgen, weil ich im Herbst die vielen Löcher im Deich sehen und mir das ganz nicht so geheuer ist. (Ich bin da nur Laie, der zuhört und versucht zu verstehen)
Strumflut
Wenn ich richtig aufgepasst habe, reden wir hier über zwei Hochwasserstände über x mal NHW und eine Tide, die etwas weniger als das NHW sein wird und somit den Wasserdruck für eine Zeitspanne senkt. Also von einem Zeitraum von 16-18 Std oder maximal, die die Deiche aushalten muß? (1962 und 76 waren es nur eine Flut und eine Tide richtig?)
Ostedeich
Klar ist der Ostedeich heute nicht mehr wichtig, da das Sperrwerk davor ist, allerdings ist das Sperrwerk kleiner als die umliegenden Deiche, die sind ja erhört worden. Meines Wissens das Sperrwerk aber nicht.
Mit wir, meine ich die Menschen in Hadeln, es ist kein Deich gebrochen, (an der Elbe) der Ostedeich ist landeinwärts an vielen Stellen gebrochen, aber nicht mit der Gewalt, als wenn es z.B. Otterndorf passiert wäre.
Klar, wird der Tag kommen an dem die Deihe brechen, aber bitte erst viel später, viel später.
Apropos Glaube,
Ich finde es übrigengst immer schön wenn der Pfarrer in Otterndorf zum Schluß sagt.
„Des Wassers Gewalt,
des Schicksals Gestalt
sich ändern tut,
drum seid auf der Hut!
Gott schütze die Marsch.“
__________________ Geboren in Hadeln, in der Welt zu Hause.
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20.08.2008 01:46 |
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Quark
Mitglied
   
Dabei seit: 24.08.2007
Beiträge: 6042
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Original von RaBoe
Ich gebe Dir recht, solange die Abdeckung fehlerfrei ist, also keine Löcher aufweist ist alles in Butter, wenn aber und es reicht dann schon ein Maulwurf oder Mäuse, die Oberschicht an der richtigen Stelle defekt ist und der Sand vom Wasser aufweicht, wird das ganze System unberechenbar, würde der Deich dort brechen, geht es schneller und die Lücken im Deich wären auch größer als mit einem Kleiedeich, so sagte mir ein besorgter Deichfachman. |
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Na, wenn das so wäre, dann hätte der Deich im November 2007 oder im Frühjahr 2008 hier sicher nicht gehalten. Die Kleiabdeckung außendeichs ist 1,50 m stark, und zwar mit bindigem Klei, der gerade bei Feuchtigkeit fester wird. Natürlich stellen Mäuse und Maulwürfe eine Gefahr für die Deiche dar, weil dann das Wasser einen Angriffspunkte auf diese Kleischicht hat. Die Hauptgefahr besteht jedoch zum einen bei einem Überspülen des Deiches mit Brechen der Wellen auf der Binnenböschungsseite und bei einem Grundbuch. Vor beiden Szenarien sind wir hier bei den bisherigen Sturmfluten - und es waren zwischenzeitlich eine Menge Sturmfluten, die an die Höhe der Flut 1962 herangereicht haben und sogar an die der Flut 1976 - verschont geblieben.
| Zitat: |
Original von RaBoe
Strumflut
Wenn ich richtig aufgepasst habe, reden wir hier über zwei Hochwasserstände über x mal NHW und eine Tide, die etwas weniger als das NHW sein wird und somit den Wasserdruck für eine Zeitspanne senkt. Also von einem Zeitraum von 16-18 Std oder maximal, die die Deiche aushalten muß? (1962 und 76 waren es nur eine Flut und eine Tide richtig?) |
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Es ist immer nur eine "Sturmfluttide", die durch den Wind begünstigt in die Deutsche Bucht hineindrückt, so jedenfalls bei den letzten Sturmfluten hier.
Die Sturmflut 1962 lief im übrigen 3,62 m über MTHw vor Cuxhaven bzw. 3,90 m über MThw vor Otterndorf auf. Die Flut 1976 (am 3. Januar 1976), weil es kam am 20. Januar 1976 noch einmal eine Flut, lief noch etwa 20 cm höher auf.
| Zitat: |
Original von RaBoe
Ostedeich
Klar ist der Ostedeich heute nicht mehr wichtig, da das Sperrwerk davor ist, allerdings ist das Sperrwerk kleiner als die umliegenden Deiche, die sind ja erhört worden. Meines Wissens das Sperrwerk aber nicht.
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Das lass aber die Leute, die hinter den Ostedeichen leben, nicht hören Es stimmt zwar, dass da heute das Sperrwerk vor ist, ich weiss nicht, wie hoch das ist, aber das Wasser der Oste muss ja schließlich auch irgendwo hin, wenn vorne das Sperrwerk zu ist. Also insofern sind auch die Ostedeiche heute noch sehr wichtig.
| Zitat: |
Original von RaBoe
Mit wir, meine ich die Menschen in Hadeln, es ist kein Deich gebrochen, (an der Elbe) der Ostedeich ist landeinwärts an vielen Stellen gebrochen, aber nicht mit der Gewalt, als wenn es z.B. Otterndorf passiert wäre. |
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Der Ostedeich ist zumindest 1962 an sehr vielen Stellen gebrochen, die Bahnverbindung und die B73 waren dadurch nicht mehr passierbar. Mehr als 800 ha Land standen noch wochenlang unter Wasser.
Auch wenn die Deiche hier standgehalten haben, war er insbesondere im Bereich Müggendorf nur haarscharf. Wenn man bedenkt, dass das Wasser dort 5,40 m über NN gestanden hat kann man sich schon vorstellen, was passiert wäre, wenn der Deich dort gebrochen wäre. Auch an der Otterndorfer Schleuse stand das Wasser mit 5,36 m über NN. Der Deich dort war damals nur 6 m NN hoch.
| Zitat: |
Original von RaBoe
Klar, wird der Tag kommen an dem die Deihe brechen, aber bitte erst viel später, viel später.
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Das hoffe ich auch.
| Zitat: |
Original von RaBoe
„Des Wassers Gewalt,
des Schicksals Gestalt
sich ändern tut,
drum seid auf der Hut!
Gott schütze die Marsch.“ |
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Und da dieser Spruch aus einer Zeit stammt, als die Hochländer (Marschbauern) noch ihr eigenes Recht hatten, setze ich in Gedanken immer dazu:
"Und das Sietland dazu."
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In der Politik geschieht nichts zufällig. Wenn es geschieht, dann kann man darauf wetten, dass es genauso geplant war. Franklin D. Roosevelt
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20.08.2008 13:14 |
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Quark
Mitglied
   
Dabei seit: 24.08.2007
Beiträge: 6042
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| Zitat: |
Original von RaBoe
Aber natürlich auch das Sietland, was mich nur wundert, das die Sietländer so ruhig bei dem Thema Vertiefung/Deiche usw. bleiben. Ich liege ca. 1,5 m über NN (alte Wurt bei Bau des Hause noch etwas erhöht ) also nicht gerade so tief, aber im Sietland wäre ja ein Minus davor und das ist in meinen Augen auf jeden Fall tief.
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So untätig sind die Sietländer aber auch nicht. Wenn man da den Samtgemeindebürgermeister Maik Schwanemann sieht, der sich mit Hamburg anlegt, weil die ihn nicht als auslegende Behörde anerkennen, hat man schon das Gefühl, dass auch dort der Kampf um die Elbvertiefung läuft.
Außerdem habe ich auf den großen öffentlichen Veranstaltungen (Fackeln am Deich, Stadthalle Otterndorf) viele Sietländer gesehen.
Und auch die "Sturmflut-Pyramide" vor der Verwaltung in Ihlienworth mahnt anschaulich vor den Folgen, wenn der Deich nicht (mehr) da ist.
@subkultur: Wenn die Medem in Otterndorf über das Ufer tritt, kommen vielleicht noch mehr Rheinländer zu uns, weil sie sich dann so heimisch fühlen 
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21.08.2008 17:04 |
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RaBoe
Mitglied
   
Dabei seit: 06.09.2007
Beiträge: 3304
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| Zitat: |
Original von subkultur
Jau -
Das Missisippidelta ist das partnerdelta vom elbedelta |
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Wüster Kerle oder so ähnlich würden meine schwäbischen Freude dazu sagen 
Sietland:
Ich war in Otterndorf nicht mit dabei, habe nur bei den Fackeln, sowie beim Sandsäcke schaufeln kaum jemanden aus dem Sietland gesehen.
Und was Maik angeht, auf den lass ich nichts kommen, ein guter Typ, kenne ihn von früher und ich bin froh das er dort etwas macht, aber wie auch bei der Anzeige in der Zeitung, wenige Namen aus Steinau und Ihlienworth, von den Bülkauer und Odisheimer kenne ich zu wenig, aber dort sind ja nicht mal Schilder gegen die Elbvertiefung aufgestellt.
__________________ Geboren in Hadeln, in der Welt zu Hause.
Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von RaBoe am 21.08.2008 23:36.
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21.08.2008 23:30 |
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Günter
Administrator
      
Dabei seit: 14.11.2005
Beiträge: 19256
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| Zitat: |
Original von Stinkstiefel
Alles dummes Zeug - Unsere Deiche sind absolut sicher!
Und es ist auch Quatsch, daß die Versicherung nicht zahlen soll. Ich bin bei der Allianz und die haben einen speziellen Tarif gegen Überflutungen! Also Meister Administrator, infomiere dich mal bei einem Vericherungsfachmann, der wird dich aufklären!
Solche falschen Forenbeiträge wie dieser hier sind ja schon kriminell!!!  |
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Stinkstiefel, Deinen Accountnamen hast Du wohl auch nicht zufällig gewählt!
Nimm bitte zur Kenntnis: Ich weiß genau, wovon ich hier schreibe! Ich habe die Qualifikation zum Versicherungsfachmann (BWV) des "Berufsbildungswerkes der Deutschen Versicherungswirtschaft (BWV) e. V." erworben und bin berechtigt diese Berufsbezeichnung zu führen! Ich bin in dieser Frage also kompetent!
Und ich wiederhole: Man kann bei einigen Versicherungsgesellschaften in Hausrat- oder Gebäudeversicherungen die sog. "Elementarschäden" mit einschließen. Elementarschäden sind Schäden, die durch das Einwirken von Elementargewalten verursacht werden. Zu den Elementargewalten zählt man: Erdbeben, Überschwemmungen, Erdsenkung, Erdrutsche, Schneedruck und Lawinen.
Ausdrücklich ausgeschlossen sind aber auch hier Schäden durch Sturmflut! Das ist Fakt!
Liebe Grüße
Günter
__________________ Liebe Grüße
Günter

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04.09.2008 23:50 |
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RaBoe
Mitglied
   
Dabei seit: 06.09.2007
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| Zitat: |
Original von Stinkstiefel
Alles dummes Zeug - Unsere Deiche sind absolut sicher!
Und es ist auch Quatsch, daß die Versicherung nicht zahlen soll. Ich bin bei der Allianz und die haben einen speziellen Tarif gegen Überflutungen! Also Meister Administrator, infomiere dich mal bei einem Vericherungsfachmann, der wird dich aufklären!
Solche falschen Forenbeiträge wie dieser hier sind ja schon kriminell!!!  |
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Schön prima, sende mir bitte eine Mail zu, ich gehe dann sofort zu diesem Vertreter http://www.google.de/search?num=100&hl=d...ta=lr%3Dlang_de
Und da werde ich mich dann auf Deinen Namen berufen, ist das ok, weil Du ja schließlich bei der Allianz bist.
Noch was Überflutung (von Flüssen) ist was anderes, wir reden hier über eine Sturmflut. Aber das sollte Dir ja klar sein. ich würde Dich ja gerne Torfkopp, nennen aber ich denke Sticktiefel reicht ja.

__________________ Geboren in Hadeln, in der Welt zu Hause.
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13.10.2008 16:50 |
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