| Kritik am Umgang mit Hartz-IV-Empfängern - Demütigende Behandlung |
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Langzeitarbeitslose
Kritik am Umgang mit Hartz-IV-Empfängern
Vertreter von Hamburger Sozialberatungsstellen haben den Jobcentern vorgeworfen, Hartz-IV-Empfänger gezielt falsch zu beraten. Das ergab eine Umfrage unter Mitarbeitern in Beratungsstellen, wie NDR 90,3 am Sonntag berichtete. Demnach werden Hilfesuchende regelmäßig nicht ausreichend über ihre Ansprüche aufgeklärt. Häufig würde ihnen auch rechtswidrig das Geld gekürzt, sagte Pia Peddinghaus vom Netzwerk SGB II, einem Zusammenschluss sozialer Einrichtungen, auf einer Konferenz zu Hartz IV an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Peddinghaus hatte zwölf Mitarbeiter von Beratungsstellen über die häufigsten Beschwerden von Langzeitarbeitslosen befragt.
Demütigende Behandlung
Die Hartz-IV-Empfänger beklagten unter anderem, dass ihnen mögliche Vergünstigungen wie beispielsweise eine Fahrkarte für Bus und Bahn oft verschwiegen würden. Mietkosten würden nicht übernommen, obwohl die Wohnung nur geringfügig größer sei als zulässig, monierte Peddinghaus. Für Mietkautionen gewährte Darlehen würden rechtswidrig vom Hartz-IV-Satz abgezogen. Viele Hartz-IV-Empfänger empfänden außerdem die Behandlung durch die Mitarbeiter der Jobcenter als demütigend und menschenverachtend.
Ruf nach Interventionsstelle
Die Beratungsstellen und andere soziale Einrichtungen wie das Diakonische Werk forderten auf der Konferenz eine zentrale Dokumentations- und Interventionsstelle, die den Umgang mit den Langzeitarbeitslosen verbessern soll.
Stand: 11.04.2010 12:22
Weiter / Quelle: http://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/hartzvier140.html |
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Günter

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