| Andreas Pinkwart (FDP): Härteres Vorgehen gegen Arbeitsverweigerer |
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Härteres Vorgehen gegen Verweigerer
Ein härteres Vorgehen gegen Verweigerer von Arbeitsangeboten forderte der Landeschef der nordrhein-westfälischen FDP, Andreas Pinkwart. Wenn die Betreuung in den Job-Centern wie geplant verbessert werde, "dann müssen die Bezüge arbeitsfähiger Hartz-IV-Empfänger, die zumutbare Arbeit verweigern, auch konsequenter gekürzt werden", sagte Pinkwart der "Rheinischen Post".
Wer arbeitsfähig sei, "sollte auf staatliche Hilfe grundsätzlich nur Anspruch haben, wenn er auch zur Gegenleistung bereit ist", betonte der Vize-Ministerpräsident und Wissenschaftsminister. Nimmt ein Hartz-IV-Empfänger eine Arbeit nicht an, können seine Bezüge für drei Monate um 30, beim zweiten Mal um 60 Prozent gekürzt werden. Die Strafen werden aber nach Angaben der Bundesagentur selten in vollem Maße ausgesprochen.
http://www.tagesschau.de/inland/arbeitslose124.html |
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In welcher Welt lebt Herr Pinkwart denn? Was er fordert, ist doch längst gängige Praxis in den Argen. Mit dieser Forderung soll doch nur wieder der Eindruck erweckt werden, dass viele Arbeitslose einfach Jobangebote der Argen ausschlagen und trotzdem nicht sanktioniert werden.
Statt so primitiv zu hetzen, sollten sich die Politiker lieber eine Kopf machen, wie wir Arbeitsplätze bekommen! Laut Angaben der Bundesagentur für Arbeit bekamen im Januar 2010 6.177.000 erwerbsfähige Menschen Lohnersatzleistungen nach dem SGB III oder Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem SGB II (ALG 1 und ALG 2).
Demgegenüber stehen laut angaben der Bundesagentur für Arbeit 405.134 offene Stellen.
Das bedeutet nach den aktuellen Zahlen der Bundesagentur konkret, dass sowieso höchstens 6,56 % aller Arbeitslosen einen Job bekommen könnten!
Wieso knechtet man über sechs Mio. Menschen, wenn man sowieso nur für 6,56 % von ihnen einen Arbeitsplatz anbieten kann?
__________________ Liebe Grüße
Günter

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