Nadermann
Gast
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18.03.2009 09:26 |
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Grubendol
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Dabei seit: 06.05.2007
Beiträge: 20985
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Papst empört Kritiker mit Kondom-Verbot
Die Theologin Uta Ranke-Heinemann warf Benedikt XVI. ein "Verbrechen in Form von tödlicher Irreführung der Menschheit" vor, wie sie SPIEGEL ONLINE schriftlich mitteilte. "Ich klage ihn an, an Krankheit und Tod vieler Menschen die Schuld zu tragen", schrieb die Kirchenkritikerin. Sie verlange vom Vatikan, "allen betroffenen Ehefrauen (...) medizinische Versorgung zu finanzieren und ihnen und ihren Familien Schadenersatz zu leisten".
(...)
Der SPD- Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sagte der "Hamburger Morgenpost": "Bei allem Respekt vor dem Papst, und ich bin selbst Katholik, aber diese Position halte ich für absurd." Als "höchst unverantwortlich" bezeichnete die Grünen-Chefin Claudia Roth die Haltung Benedikts. "Der Papst setzt damit eine kontraproduktive, destruktive, lebensfremde und liebesfeindliche Politik fort, die jeglichen vernünftigen Ansatz bei der Bekämpfung der HIV- und Aids-Epidemie zunichte macht"(...).
http://www.spiegel.de/panorama/gesellsch...,613964,00.html |
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__________________ "So seid ihr Menschen: Wenn euer Bauch spricht, vergesst ihr den Verstand.
Wenn euer Verstand spricht, vergesst ihr euer Herz.
Und wenn euer Herz spricht, vergesst ihr alles."
- Der Dieb von Bagdad
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"Mir gefällt Ihr Benehmen nicht."
"Macht nichts. Ich verkauf's ja nicht."
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Der Erleuchtung ist es egal, wie du sie erlangst!
Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Grubendol am 18.03.2009 16:39.
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18.03.2009 16:39 |
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Günter
Administrator
      
Dabei seit: 14.11.2005
Beiträge: 19256
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Ihr Lieben,
es ist ja unbestritten, dass Treue der beste Garant ist, sich nicht zu infizieren. Wer wollte das ernsthaft bestreiten!
Nur ist die Welt nicht so, wie wir sie gerne hätten. Ich erinnere nur mal an den Karneval, wo die Menschen so ab dem Breitengrad Münster nahezu kollektiv abdrehen. Und da wird fremdgegangen und das nicht zu knapp! Ob das Herrn Ratzinger nun passt oder nicht!
In Afrika stellt sich die Situation noch sehr viel dramatischer dar!
Was man wissen muss:
| Zitat: |
Die Hauptübertragungswege von HIV unterscheiden sich grundlegend von denen in Europa und Nordamerika: Der heterosexuelle Geschlechtsverkehr ist in Afrika mit etwa 50% der HIV-Infektionen der weitaus häufigste Übertragungsweg. Zu weiteren 5 bis 10% der Ansteckungen kommt es durch infizierte Bluttransfusionen. Die Übertragung des Virus von HIV-positiven, schwangeren Frauen auf ihre Neugeborenen während der Schwangerschaft, der Geburt und der Stillzeit ist einer der wichtigsten Ansteckungswege: Infizierte Schwangere übertragen das HI-Virus mit einer Wahrscheinlichkeit von 16 bis 30 % auf ihr Kind (Mother to child transmission – MTCT). Die Hälfte von ihnen stirbt im ersten Lebensjahr, die meisten anderen vor dem fünften Geburtstag[2].
http://de.wikipedia.org/wiki/HIV/AIDS_in_Afrika |
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Wenn in Swasiland, Botswana und Lesotho jede/r dritte Einwohner/in HIV positiv ist und in Simbabwe, Südafrika und in Namibia jede/r vierte, dann ist das Risiko, sich beim Geschlechtsverkehr mit einem fremden Partner zu infizieren sehr, sehr groß!
Hinzu kommt, dass das Fremdgehen der Männer in einigen dieser Länder noch wesentlich weiter verbreitet ist als in Mitteleuropa!
Herr Ratzinger und sein Vorgänger Johannes Paul II. haben mit ihrem Kondomverbot sehr schwere Schuld auf sich geladen! Ich bin – Gott sei Dank – nicht ihr Richter! Aber Millionen unschuldige infizierte Kinder klagen an!!!
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__________________ Liebe Grüße
Günter

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18.03.2009 22:27 |
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Günter
Administrator
      
Dabei seit: 14.11.2005
Beiträge: 19256
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Original von Quark
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Original von Günter
Hinzu kommt, dass das Fremdgehen der Männer in einigen dieser Länder noch wesentlich weiter verbreitet ist als in Mitteleuropa! |
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Wie kommst Du zu solchen Behauptungen? Gibt es dafür auch Quellen? Ich vermute, hier wird versucht, das mitteleuropäische Bild einer Beziehung auf afrikanische Verhältnisse zu übertragen. |
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Nun, Quark, im Grunde genommen hat Grubendol Deine Frage schon beantwortet:
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Original von Grubendol
Polygame Beziehungen sind tatsächlich in manchen Ländern Afrikas noch sehr verbreitet, daran ändert auch das Christentum nichts. Hinzu kommen große Zahlen von Wanderarbeitern, die das Problem z.B. aus den Townships Südafrikas in ihre Dörfer tragen. |
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In Afrika ist vieles anders. Wir müssen uns hüten, von unseren Vorstellungen auf die Realität in Afrika zu schließen. Ein Beispiel:
Thabo Mvuyelwa Mbeki, von 1999 bis 2008 Staatspräsident von Südafrika, vertrat tatsächlich öffentlich die Ansicht, dass nicht das HI-Virus die Ursache von AIDS sei, sondern die Armut der betroffenen Menschen!!!
Und das in einem Land, in dem von den 44 Millionen Einwohnern 20 bis 25 % mit dem HI-Virus infiziert sind.
Mbekis Gesundheitsministerin Manto Tshabalala-Msimang empfahl vor zwei Jahren allen Ernstes, die Erkrankten statt mit antiretroviralen Medikamenten lieber mit Olivenöl, Knoblauch und Rote Beten zu behandeln!
Liebe Grüße
Günter
__________________ Liebe Grüße
Günter

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19.03.2009 11:44 |
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