Günter
Administrator
      
Dabei seit: 14.11.2005
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25.07.2008 11:43 |
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Grubendol
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Dabei seit: 06.05.2007
Beiträge: 20985
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Danke für den Hinweis!
Hier kann man die Story mal aus dem Blickwinkel eines linken Schreibers lesen, der aus seiner Israelfeindlichkeit keinen Hehl macht:
| Zitat: |
Rabiater Fanclub
von Knut Mellenthin
(...)
Der inhaltslose Begriff »Minderheitsmeinungen« läßt die Frage offen, wo die Grenzen zur offensichtlichen Verhöhnung wesentlicher Grundsätze der Linkspartei und ihres Jugendverbandes liegen. Man würde den BAK Shalom völlig mißverstehen, wenn man ihm zugute halten würde, daß er lediglich für eine differenziertere Bewertung des Staates Israel streitet.
(...)
Welche »Minderheitsmeinungen« werden als nächste Anspruch auf Toleranz und Handlungsfreiheit innerhalb der Linken erheben? Der Bundesarbeitskreis »Bombt Iran!« oder der Freundeskreis der Bundeswehr?
http://www.jungewelt.de/2008/07-18/062.php |
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Eine kritische Berichterstattung ist das nicht und journalistische Sorgfaltspflicht kann ich da auch nicht erkennen.
Weder werden die "wesentlichen Grundsätze der Linkspartei und ihres Jugendverbandes" noch die Artikel aus der Satzung der Linken benannt, gegen die der BAK Shalom verstoßen haben soll.
Den Konflikt in Palästina auf Besetzung und Mauerbau zu reduzieren, ist ganz schön arm.
__________________ "So seid ihr Menschen: Wenn euer Bauch spricht, vergesst ihr den Verstand.
Wenn euer Verstand spricht, vergesst ihr euer Herz.
Und wenn euer Herz spricht, vergesst ihr alles."
- Der Dieb von Bagdad
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Der Erleuchtung ist es egal, wie du sie erlangst!
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25.07.2008 15:17 |
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de Worde
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Dabei seit: 25.07.2008
Beiträge: 37
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Hi, Ostwesfale!
Wenn du wirklich dich zu der Linken gebunden fühlst, kannst du nicht die Tatsache bestreiten, dass die Partei wirklich ein Problem mit der Position zu dem Nahostkonflikt hat. Es ist eine linke (ich meine in diesem Fall nicht nur die Partei) Tradition, unkritisch den Palästinenser und nur Palästinenser zu unterstützen. Sie wollen nicht wissen und sehen, wie die Israelis unter Attentaten leiden ("sie sind selber schuld!"). Ich bin kein Fan von den Grünen, aber dank Joschka Fischer haben sie mindestens offiziel aufgehört, dieses Thema einseitig und subjektiv zu betrachten. Ich befürchte nur, dass diejenige von Grünen, die damit nicht einverstanden waren, jetzt bei den Linken gelandet sind.
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25.07.2008 21:35 |
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Grubendol
Mitglied
   
Dabei seit: 06.05.2007
Beiträge: 20985
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Zum Glück haben die ja den Gysi:
| Zitat: |
Staatsräson statt Völkerrecht
Uwe-Jens Heuer
Gregor Gysi, einer der beiden Fraktionsvorsitzenden der Linkspartei im Bundestag, hielt in der Rosa-Luxemburg-Stiftung einen Vortrag zum Thema »Die Haltung der deutschen Linken zum Staat Israel«, den die Fraktion im Internet veröffentlichte. In den Medien fand er Beachtung und Zustimmung. Nach einigen Tagen sekundierten ihm Wolfgang Gehrcke (Bundestagsabgeordneter und Parteivorstandsmitglied der Linkspartei) und dessen Mitarbeiter Harri Grünberg unter der dunklen Überschrift »Über Gewißheiten und Fragen – Neubestimmung als Bringschuld«. Neu zu bestimmen, erklärten sie, sei das Verhältnis der deutschen Linken zum Zionismus. Die Gründung des eigenen jüdischen Staates würdigten sie als das einzige »realitätstaugliche Konzept«, auch wenn es mit »der Vertreibung der arabisch-palästinensischen Bevölkerung verbunden« sei.
http://www.sopos.org/aufsaetze/488766f11d19e/1.phtml |
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Wenn man weiterliest, wird deutlich, dass der Kommentator Gysi in dieser Frage einen unangemessenen Opportunismus vorwirft. Ich halte das für falsch und Gysis Ansatz für richtig. Wenn die Linkspartei jemals Regierungspartei im Bund werden will (für Beteiligungen an Regierungen in den Bundesländern stellt sich diese Frage nicht) wird sie ähnliche Kröten schlucken müssen wie die Grünen; als da wären Auslandseinsätze der Bundeswehr und die besondere Verantwortung Deutschlands für die Sicherheit Israels - was nicht heißt, dass man als deutscher Linker nicht das Recht hat, auch israelische Menschen- und Völkerrechtsrechtsverletzungen zu kritisieren.
| Zitat: |
Über Gewissheiten und Fragen - Neubestimmung als Bringschuld -
Wolfgang Gehrcke & Harri Grünberg
(...)
Es lohnt sich auch heute, die Rede des sowjetischen Außenministers Andrej Gromyko nachzulesen, die er 1947 aus Anlass des UNO-Beschlusses zur Staatsgründung Israels vor diesem Völkerforum gehalten hat:
„Es mag jedoch nicht verfehlt sein, meine Zuhörer, noch einmal daran zu erinnern, dass die Juden als Ergebnis eines von Hitler-Deutschland entfesselten Krieges mehr als jedes andere Volk gelitten haben. Sie wissen, dass es in Westeuropa kein einziges Land gab, dem es gelang, das jüdische Volk gegen die Willkürakte und Gewaltmaßnahmen der Nazis zu schützen. Die Lösung des Palästina-Problems, basierend auf einer Teilung Palästinas in zwei separate Staaten, wird von grundlegender historischer Bedeutung sein, weil eine solche Entscheidung die legitimen Ansprüche des jüdischen Volkes berücksichtigt.“ (1)
(...)
Ihre Tragik besteht darin, dass die Gründung des Staates Israel ohne die Gründung des zweiten separaten Staates zustande kam. Der Grundgedanke der Rede Gromykos, dass die Gründung des Staates Israel gleichzeitig die Gründung eines palästinensischen Staates bedingt, findet sich heute in veränderter Form in jenen Grundsätzen wieder, die die Nahostpolitik der Autoren bestimmen: Frieden und Sicherheit für Israel – Frieden und Gerechtigkeit für Palästina. Dieser Zusammenhang ist unauflösbar.
(...)
http://www.wolfgang-gehrcke.de/willkomme...ls-bringschuld/ |
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Das ist sehr gut und sehr richtig, was da gesagt wird. Und auch die Israelis werden sich daran gewöhnen müssen, dass die Grenzen des Staates Israel im Jahre 1948 völkerrechtsverbindlich festgelegt worden sind:
| Zitat: |
Ban Ki Moon fordert Stopp des israelischen Siedlungsbaus
UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon hat den geplanten israelischen Siedlungsbau im Westjordanland als rechtswidrig verurteilt und einen sofortigen Baustopp gefordert. Zudem verstoße Israel damit gegen seine Verpflichtungen im Friedensprozess, erklärte eine Sprecherin Bans in New York. Der Generalsekretär appelliere an die Regierung in Jerusalem, den Forderungen des Nahost-Quartetts nachzukommen, sämtliche Bautätigkeiten einzustellen und alle Außenposten abzureißen, die seit März 2001 entstanden seien. Das israelische Verteidigungsministerium hatte Rundfunkberichten zufolge ungeachtet internationaler Kritik den Bau von 20 Häusern auf dem Gelände eines ehemaligen Militärstützpunkts im Westjordanland genehmigt.
Freitag, 25. Juli 2008 15:00 Uhr
http://www.dradio.de/nachrichten/
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Allerdings wird es zu einer echten Chance für den Frieden in Nahost erst kommen können, wenn es keine arabisch-moslemische Regierung mehr gibt, die zur Vernichtung des Staates Israel aufruft. Erst wenn das Existenzrecht Israels bedingungslos von allen Staaten auf der Welt anerkannt ist, kann der Westen (sprich: die USA) auch entsprechenden Druck auf Israel ausüben, die besetzten Gebiete gänzlich zu räumen, damit dann auch endlich die zweite Bedingung für den Frieden in der Region, der unabhängige Palästinenserstaat, erfüllt werden kann.
Wir wissen natürlich nicht, was man in der Linkspartei allgemein von Obama hält, aber Gregor Gysi scheint die allgemeine Begeisterung für den Senator zu teilen:
...sagt die "Konkurrenz" der Linkspartei, die MLPD, die natürlich kein gutes Haar an Gysis Begeisterungsfähigkeit lässt.
| Zitat: |
Er »vertritt eine neue Generation und strahlt einen anderen Zeitgeist aus«. Der Frontmann der Linkspartei Gregor Gysi war nach der Rede Barack Obamas am Donnerstag abend völlig aus dem Häuschen. Er freute sich über den »Grad an Souveränität, Charisma und vor allem die Bereitschaft« des US-amerikanischen Präsidentenanwärters, »auf andere Länder zuzugehen«. Obama wolle »nicht kulturell dominieren, sondern verschiedene Kulturen akzeptieren«, wußte Gysi nach dessen 30minütiger Rede vor der Berliner Siegessäule.
http://www.jungewelt.de/2008/07-26/060.php |
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Aber auch die "Junge Welt" ist ihm nicht ganz grün.
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Dieser Beitrag wurde schon 2 mal editiert, zum letzten mal von Grubendol am 26.07.2008 06:49.
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26.07.2008 05:44 |
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| Zitat: |
Original von de Worde
Ich emfehle dir, Ostwestfale, auch die Palästinenser zu fragen, die von Angst, dass Hamas (oder ähnliche "ehrenswerte" Gruppierung) ihre Familien als Geisel nimmt, und deshalb gehen mit Bomben am Leib, um Selbstmordattentat zu verüben. Frage die Jungs, die freiwillig lieber ins israelischen Gefängnis als "Verbrecher" gehen, um selbst zu überleben und ihre Familien von Racheakten zu retten. Davon willst du sicherlich nichts wissen? |
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Ich habe einen Arbeitskollegen, den seine Familie ist noch immer in Palästina. Und er hat immer noch soviel Angst wie vor 8 Jahren und da lebte Arafat noch, als er Mir das von den Gefangenen Palästinensern mit der schönen Nummer auf dem Arm erzählt hat.
Da habe ich mich erinnert, das da schon mal was war mit tätowierten Unterarmen.
Du willst mir doch nicht erzählen das die Hamas (oder ähnliche "ehrenswerte" Gruppierung) damals schon unter Arafat die Bevölkerung so missbrauchen konnten wie sie Heute machen.
Und zum Thema Palästinenser bekommen wir von Deutschen Fernsehen, auch nur das gezeigt was wir sehen sollen.
__________________ Wer gegen soziale Gerechtigkeit ist, ist für Harz IV
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27.07.2008 14:27 |
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Grubendol
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Dabei seit: 06.05.2007
Beiträge: 20985
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| Zitat: |
Original von de Worde
Also, beide sind vom gleichen Format  |
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Ich wollte auch nicht für die Fatah sprechen, aber Präsident Abbas ist zur Zeit der gewählte Führer seines Volkes, der es mit einem Putsch durch die Hamas zu tun hat.
Und Abbas scheint eingesehen zu haben, dass nur eine Zwei-Staaten-Lösung geht, während die Hamas eine Stellvertretertruppe für die radikalen Islamisten ist, die Israel vernichten wollen.
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Dieser Beitrag wurde schon 2 mal editiert, zum letzten mal von Grubendol am 29.07.2008 14:02.
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29.07.2008 13:04 |
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de Worde
Mitglied
   
Dabei seit: 25.07.2008
Beiträge: 37
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Ich hoffe zusammen mit Israelis und allen Palästinenser, die endlich in Frieden, ohne Angst von zwei Seiten und ohne korrupten käuflichen Politikern leben wollen, dass Abbas wirklich will und kann tun, was er sagt. Was ich genau weiß, dass unter Palästinenser gibt es viele, die weder Hamas, noch Abbas wirklich vertrauen. Mit der Hamas ist alles klar, die ist das, was man von ihr aus Syrien, Saudi u. A. erwartet (wer bezahlt...). Dem Abbas und seiner (oder immernoch Arafats?) Fatach wirft man die alte, gut bekannte und gut aus "Entwicklungshilfe" bezahlte Korruption. Unter solchen Bedingungen bleiben die Hoffnungen nur Hoffnungen
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29.07.2008 20:41 |
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de Worde
Mitglied
   
Dabei seit: 25.07.2008
Beiträge: 37
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| Zitat: |
Original von Der Ostwestfale
| Zitat: |
Original von de Worde
Bist du sicher, dass die Information von deinem palästinensischen Kollege nicht aus Al Jasira stammt? Die "ehrenswerte" Sendung zeigt, wie Juden arabische Babys schlachten, um Blut für Matzen zu bekommen. Glaubst du das auch? |
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Ich habe davon noch nie was gehört, geschweige denn was gesehen. |
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Kein Wunder, dass du solche Sendungen nicht siehst. Es war im Mai, frag mich nicht, in welchem Kanal, man hat berichtet, wie arabische Sendungen "Die Weisen des Zions" auf neue Art und Weise reanimieren und interprätieren. Die Beispiele und Argumente 1:1 aus diesem Buch, nur diesmal betreffend nicht der Christen, sondern Araber. Das Buch kann man, laut dem Bericht, überall im arabischen Raum frei kaufen, nach Wunsch komplekt mit "Mein Kampf" oder auch getrennt.
Arabische antisemitische Propaganda ist schon sehr bemerkenswert. Man versucht sie als Antizionismus salonfähig zu machen, obwohl in Realität das ist dasgleiche.
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30.07.2008 09:47 |
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