Günter
Administrator
      
Dabei seit: 14.11.2005
Beiträge: 19256
 |
|
|
15.05.2011 21:37 |
|
Günter
Administrator
      
Dabei seit: 14.11.2005
Beiträge: 19256
 |
|
| Zitat: |
Die Welt| Autor: Klemens Ludwig|
10.05.2011.
Islamophob, christophob?
Irrationale Ängste gibt es gegenüber allen Religionen. Aber nur die Muslime haben es geschafft, einen Begriff dafür zu besetzen. Dabei leben Christen in vielen Ländern weitaus gefährlicher
Die Publikation des Amts für religiöse Angelegenheiten der türkischen Erdogan-Regierung ist an Deutlichkeit nicht zu übertreffen. "Die Missionare wollen unseren jungen Leuten den Glauben stehlen", heißt es dort. Dass dies mehr ist als verbale Kraftmeierei, um die radikalen Anhänger der Regierungspartei AKP zu befriedigen, haben Übergriffe und sogar Morde an Christen in letzter Zeit eindrücklich dokumentiert. "Christen werden als potenzielle Kriminelle, Separatisten und Landesverräter dargestellt", sagt der Präsident des Bundes der protestantischen Kirchen in der Türkei, Bedri Peker.
Bei umgekehrten Vorzeichen wäre die Analyse klar: "Islamophobie". Der Begriff wird nicht nur von Muslimverbänden inflationär benutzt, wann immer sie Kritik am Islam wittern; auch zahlreiche europäische Intellektuelle sind damit rasch bei der Hand. Noch nie hat indes jemand der Regierung Erdogan vorgeworfen, sie sei christophob. Und wenn in Pakistan, Ägypten, Algerien oder dem Irak Christen aus dem einzigen Grund ermordet, entführt oder vertrieben werden, weil sie Christen sind, sieht niemand Christophobie am Werk. Ähnliches gilt für das buddhistisch-islamische Verhältnis. Im Süden Thailands werden buddhistische Mönche immer wieder Opfer fanatisch-islamischer Patani, die sich von der Zentralregierung loslösen wollen. Und als die Taliban die 1500 Jahre alten Buddhastatuen von Bamiyan gesprengt haben, weil sie darin nur "ein paar Gesteinsbrocken" sahen, empörte sich niemand über "buddhophobe" Tendenzen im Islam. Zweifellos gibt es irrationale Ängste, also Phobien, gegenüber allen Religionen, doch es ist bemerkenswert, dass im internationalen Sprachgebrauch allein das Wort "islamophob" existiert. Offensichtlich ist es der islamischen Welt und ihren Sympathisanten gelungen, Begriffe zu besetzen und damit eine Stimmung zu erzeugen, als ob allein Muslime Opfer von Diskriminierung seien.
http://www.welt.de/print/die_welt/debatt...hristophob.html |
|
Diese Aussage ist objektiv gesehen absolut richtig.
__________________ Liebe Grüße
Günter

|
|
20.05.2011 22:28 |
|
Günter
Administrator
      
Dabei seit: 14.11.2005
Beiträge: 19256
 |
|
| Zitat: |
Die Welt| Autor: Klemens Ludwig|
10.05.2011.
Ähnliches gilt für den Ausdruck "antiislamischer Rassismus", der es inzwischen sogar auf einen Buchdeckel geschafft hat. Gäbe es so etwas, müsste der Islam eine ethnische Grundlage haben oder zumindest den Anspruch, eine bestimmte ethnische Gruppe ("Rasse") zu repräsentieren. Genau das aber widerspricht seinem Wesen fundamental, will er doch alle Menschen erreichen, unabhängig von ihrer ethnischen, linguistischen oder kulturellen Zugehörigkeit. Und selbst wenn man den Ausdruck weiter fasst, wie der französische Politologe Pierre-André Taguieff fordert, greift er nicht: "Der Rassismus bedient sich längst nicht mehr hauptsächlich des biologischen Diskurses: Er hat entdeckt, dass seine Grundoperation, nämlich die Menschen in tendenziell unüberschreitbare Klassen einzuteilen und sie dann zu hierarchisieren, genauso gut auf einen Begriff der Kultur zurückgreifen kann." Überzeugender kann "antiislamischer Rassismus" nicht ad absurdum geführt werden, denn die religiöse Zugehörigkeit ist nicht "unüberschreitbar", wie gerade Islam und Christentum mit ihrem Missionsanspruch verdeutlichen. Doch der Begriff wird weiterleben; geht es doch nicht um einen offenen Diskurs, sondern um Stimmungsmache. Wenn Islamkritiker unter den Generalverdacht des Rassismus gestellt werden, ist die moralische Hierarchie fest verankert. Lässt sich die eine oder andere Schattenseite im Islam dennoch nicht völlig wegdiskutieren, hat sich eine Unterscheidung eingebürgert, die einzuhalten zwingend geboten ist, um nicht gleich als Pauschalist entlarvt zu werden: der Unterschied zwischen "islamisch" und islamistisch". Allgemein gilt, "islamisch" ist die korrekte Auslegung des Korans; "islamistisch" die Variante von Fanatikern, die den Koran missbrauchen.
http://www.welt.de/print/die_welt/debatt...hristophob.html |
|
Max, ich denke, der letzte Absatz ist für Dich ganz lehrreich. Immerhin hast Du ja vor wenigen Tagen hier im Forum Muslime als "Islamisten" bezeichnet. Da solltest Du noch einmal in Dich gehen, das war nämlich absolut daneben! Der obige Beitrag informiert Dich über die Unterschiede!
Ansonsten bietet Dir das folgende Video sehr gute Informationen über die vielen hunderttausend friedlichen Muslime, die es in diesem Land gibt und die ich bitte nicht - wie Du - mit Islamisten in einen Pott geworfen sehen möchte:
Religionen weltweit: Islam
__________________ Liebe Grüße
Günter

|
|
20.05.2011 22:29 |
|
Günter
Administrator
      
Dabei seit: 14.11.2005
Beiträge: 19256
 |
|
| Zitat: |
Original von max1995
| Zitat: |
Original von Günter
"Die Missionare wollen unseren jungen Leuten den Glauben stehlen" |
|
Das behaupten Christen auch von Islamisten.Somit ist die eine Aussage von Ludwig schon mal einseitig und alles andere als objektiv richtig. |
|
Das mag schon so sein. Aber Christen verfolgen und ermorden Andersdenkende eben nicht!!!
Das ist der "kleine" Unterschied!
| Zitat: |
Es gibt da noch mehr geistige Tieffliegrei von diesem Mann der nichts anderes als Islam-Hetze betreibt.
Aber so ist es halt wenn man unter Islamophobie leidet. |
|
Wer des Lesens mächtig ist, der lese:
| Zitat: |
Die Publikation des Amts für religiöse Angelegenheiten der türkischen Erdogan-Regierung ist an Deutlichkeit nicht zu übertreffen. "Die Missionare wollen unseren jungen Leuten den Glauben stehlen", heißt es dort. Dass dies mehr ist als verbale Kraftmeierei, um die radikalen Anhänger der Regierungspartei AKP zu befriedigen, haben Übergriffe und sogar Morde an Christen in letzter Zeit eindrücklich dokumentiert. "Christen werden als potenzielle Kriminelle, Separatisten und Landesverräter dargestellt", sagt der Präsident des Bundes der protestantischen Kirchen in der Türkei, Bedri Peker.
Bei umgekehrten Vorzeichen wäre die Analyse klar: "Islamophobie". Der Begriff wird nicht nur von Muslimverbänden inflationär benutzt, wann immer sie Kritik am Islam wittern; auch zahlreiche europäische Intellektuelle sind damit rasch bei der Hand. Noch nie hat indes jemand der Regierung Erdogan vorgeworfen, sie sei christophob. Und wenn in Pakistan, Ägypten, Algerien oder dem Irak Christen aus dem einzigen Grund ermordet, entführt oder vertrieben werden, weil sie Christen sind, sieht niemand Christophobie am Werk. Ähnliches gilt für das buddhistisch-islamische Verhältnis. Im Süden Thailands werden buddhistische Mönche immer wieder Opfer fanatisch-islamischer Patani, die sich von der Zentralregierung loslösen wollen.
http://www.welt.de/print/die_welt/debatt...hristophob.html |
|
__________________ Liebe Grüße
Günter

|
|
22.05.2011 01:07 |
|
Lui
Verstorben Mitte Juli 2015!
   
Dabei seit: 12.09.2007
Beiträge: 25064
 |
|
| Zitat: |
Die Publikation des Amts für religiöse Angelegenheiten der türkischen Erdogan-Regierung ist an Deutlichkeit nicht zu übertreffen. "Die Missionare wollen unseren jungen Leuten den Glauben stehlen", heißt es dort. Dass dies mehr ist als verbale Kraftmeierei, um die radikalen Anhänger der Regierungspartei AKP zu befriedigen, haben Übergriffe und sogar Morde an Christen in letzter Zeit eindrücklich dokumentiert. "Christen werden als potenzielle Kriminelle, Separatisten und Landesverräter dargestellt", sagt der Präsident des Bundes der protestantischen Kirchen in der Türkei, Bedri Peker.
Bei umgekehrten Vorzeichen wäre die Analyse klar: "Islamophobie". Der Begriff wird nicht nur von Muslimverbänden inflationär benutzt, wann immer sie Kritik am Islam wittern; auch zahlreiche europäische Intellektuelle sind damit rasch bei der Hand. Noch nie hat indes jemand der Regierung Erdogan vorgeworfen, sie sei christophob. Und wenn in Pakistan, Ägypten, Algerien oder dem Irak Christen aus dem einzigen Grund ermordet, entführt oder vertrieben werden, weil sie Christen sind, sieht niemand Christophobie am Werk. Ähnliches gilt für das buddhistisch-islamische Verhältnis. Im Süden Thailands werden buddhistische Mönche immer wieder Opfer fanatisch-islamischer Patani, die sich von der Zentralregierung loslösen wollen. |
|
Was hat diese Meinungsäußerung,die ich nicht teile,mit lesen oder nichtlesenkönnen zu tun?
__________________
Man kann alles zensieren und durch Regeln beschränken. Nur dann darf man sich nicht wundern, wenn irgendwann viele weg bleiben.
.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-
Ich baue grundsätzlich in allen Beiträgen absichtlich Rechtschreibfehler ein um den Leser und ganz speziell den "Klugscheissern" zusätzlichen Spaß zu bereiten und meine Beiträge interessanter zu machen.
|
|
23.05.2011 00:33 |
|
Samir
Gast
 |
|
Dieses Forum ist durch und durch islamophob!!!
|
|
06.01.2013 13:40 |
|
|