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Geschrieben von Günter am 30.01.2010 um 19:56:

Hartz IV in der Kritik - Der größte Murks von I bis IV

Zitat:
Hartz IV in der Kritik
Der größte Murks von I bis IV

Nicht nur die Hartz-Gesetze sind komplex, auch ihre Umsetzung. Die Probleme: unklare Begriffe, unqualifizierte Jobcenter-Leute, gesetzwidrige Bescheide, überlastete Richter.
VON MARTIN KAUL

Laut Berlins Justizsenatorin Gisela von der Aue (SPD) sind die Hartz-Gesetze vermurkst und nicht praxistauglich - aber was heißt eigentlich "nicht praxistauglich"? Und was ist konkret "Murks" an Hartz IV? Vier Antworten.

weiterlesen: http://www.taz.de/1/berlin/artikel/1/der-groesste-murks-von-i-bis-iv/

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Geschrieben von Markus Kenn am 03.02.2010 um 18:10:

Die ganze Hartz-IV-Gesetzgebung war von Anfang an ein einziger Murks. Das Ungerechte: Man muss als Hartzler jeden noch so miesen Job annehmen und alles offen legen, während Unternehmer Bewerber mit Probearbeiten und Praktika um deren Lohn bescheissen dürfen. Es werden Jobcoachs eingesetzt, die weltfremd sind. Unternehmen, die 98 % ihres Umsatzes mit ARGEN und Arbeitsämtern machen, führen Bewerbertrainings mit freiberuflichen Mitarbeitern durch, die sich von Maßnahme zu Maßnahme hangeln. Welchen Sinn macht so ein Quatsch?

Jobcoachs, die Langzeitarbeitslose vermitteln sollen, schauen selbst in die allseits bekannten Jobbörsen und in die Zeitungen ohne selbst Stellenanbieter zu requiereren. Auf gut deutsch: ABM für ansonsten arbeitslose Sozialpädagogen.

Wie wäre es, wenn die Bundesregierung erst mal

- Praktika, Probearbeiten und freiwillige Mehrarbeit, die nicht entlohnt werden, abschafft

- Scheinselbstständigkeit (eismann etc.) einen Riegel vorschiebt

- schriftliche Arbeitsverträge in ausführlicher Form vorschreibt und Mindestlöhne einführt

- 400-Euro-Jobs auf ein Maß stutzt, zu dem es gehört?

Dann wären mehr sozialversicherungspflichtige Jobs da.


Geschrieben von Grubendol am 04.02.2010 um 12:40:

Zitat:
Original von Markus Kenn
Die ganze Hartz-IV-Gesetzgebung war von Anfang an ein einziger Murks.

Warum bist du kein Sozialwissenschaftler geworden, wenn du so extrem viel Ahnung von den sozialen Sicherungssystemen hast?

Zitat:
Original von Markus Kenn
Das Ungerechte: Man muss als Hartzler jeden noch so miesen Job annehmen und alles offen legen,

Nachdem man ein Jahr Zeit hatte, sich selber einen reellen Job zu suchen.

Zitat:
Original von Markus Kenn
während Unternehmer Bewerber mit Probearbeiten und Praktika um deren Lohn bescheissen dürfen.

Aber nicht jeden Bewerber, nur diejenigen, die es mit sich machen lassen.

Zitat:
Original von Markus Kenn
Es werden Jobcoachs eingesetzt, die weltfremd sind.

Das steht so im Gesetz?

Es werden Jobcoachs eingesetzt, die weltfremd sind.

Kann ich mir nicht vorstellen.

Zitat:
Original von Markus Kenn
Unternehmen, die 98 % ihres Umsatzes mit ARGEN und Arbeitsämtern machen, führen Bewerbertrainings mit freiberuflichen Mitarbeitern durch, die sich von Maßnahme zu Maßnahme hangeln. Welchen Sinn macht so ein Quatsch?

Welche Unternehmen sind das oder ist das auch wieder nur hohle Propaganda?

Zitat:
Original von Markus Kenn
Jobcoachs, die Langzeitarbeitslose vermitteln sollen, schauen selbst in die allseits bekannten Jobbörsen und in die Zeitungen ohne selbst Stellenanbieter zu requiereren. Auf gut deutsch: ABM für ansonsten arbeitslose Sozialpädagogen.

Besser als arbeitslose Sozialpädagogen. Und meinen Jobberater kriege ich schon an die Arbeit, das kannst du mir glauben.

Zitat:
Original von Markus Kenn
Wie wäre es, wenn die Bundesregierung erst mal

- Praktika, Probearbeiten und freiwillige Mehrarbeit, die nicht entlohnt werden, abschafft

Davon steht nichts im Gesetz, also kann die Regierung das auch nicht abschaffen, abgesehen davon, dass diese Regierung (Schwarz-Gelb) eher daran denkt, die Kriterien noch zu verschärfen.

Zitat:
Original von Markus Kenn
- Scheinselbstständigkeit (eismann etc.) einen Riegel vorschiebt

Das allerdings wäre dringend geboten, wenn es das gibt.

Zitat:
Original von Markus Kenn
- schriftliche Arbeitsverträge in ausführlicher Form vorschreibt und Mindestlöhne einführt

Die wollen den Kündigungsschutz ganz abschaffen und mit der FDP an der Regierung kannst du Mindestlöhne knicken.

Zitat:
Original von Markus Kenn
- 400-Euro-Jobs auf ein Maß stutzt, zu dem es gehört?

Wer oder was bestimmt dieses Maß?

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Geschrieben von toffil am 04.02.2010 um 16:09:

Warum bist du kein Sozialwissenschaftler geworden, wenn du so extrem viel Ahnung von den sozialen Sicherungssystemen hast?
Naja, um zu sehen, dass Hartz IV schrecklicher Murks ist, muß man nicht studiert haben.

Nachdem man ein Jahr Zeit hatte, sich selber einen reellen Job zu suchen.
Genau. Zehnmal soviele Arbeitslose wie offene Stellen. Man kann das Thema nicht auf Basis eines Einzelnen diskutieren, der sich vielleicht mehr ins Zeug legt als ein anderer, um einen Job zu kriegen. Fakt ist, dass 90 Prozent zwangsläufig auf der Strecke bleiben, das ist auch ohne Mathestudium leicht auszurechnen.

Aber nicht jeden Bewerber, nur diejenigen, die es mit sich machen lassen.
Was willst Du denn machen, wenn der Arbeitgeber sagt, wenn du es nicht machst, macht es ein anderer der tausend Bewerber?

Kann ich mir nicht vorstellen.
Das Gefühl hab ich aber auch. Zumindest scheinen sie total überfordert, entweder aufgrund Zeit- oder wegen Kompetenzmangel.

Wer oder was bestimmt dieses Maß?
Als Erstens könnte man das anhand der Frage regulieren, ob ein Arbeitgeber zwei oder 400-Euro-Stellen besetzt, welche auch eine Vollzeitkraft ausüben kann. Das wäre ein gutes Kriterium.

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Geschrieben von Markus Kenn am 04.02.2010 um 18:12:

Grubendol,

auch wenn Du es in gewohnter Manier mit billiger Polemik versuchst: Umbennung von "Bundesanstalt für Arbeit" in "Arbeitsagentur" bringt genauso wenig Arbeitsplätze wie die Zusammenfassung von Arbeitslosenhilfe mit Sozialhilfe. Man braucht kein Sozialwissenschaftler zu sein, um zu wissen, dass die Strukturen, nicht die Namen, bei den staatlichen Vermittlern geändert werden muss. Sprich: Dass Vermittler ihrer Aufgabe, Stellen zu vermitteln, nachkommen. Eine Vernetzung von Wirtschaftsförderung (Gemeinden, Städte, Kreisverwaltung) mit den Arbeitsämtern wäre da wesentlich sinnvoller. Dazu muss man wirklich nicht studiert haben, da genügt gesunder Menschenverstand.

Und Jobs findet man nicht so leicht, auch nicht innerhalb eines Jahres. Millionen Langzeitarbeitsloser sind Beleg genug dafür.

Du kennst auch nicht die aktuelle Gesetzeslage: Ein ALG-I- bzw. Hartz-IV-Empfänger bekommt diese Praktika und kostenlosen Probearbeiten aufgezwungen; lassen sie sich nicht von solchen Abeitgebern bescheissen, kriegt man das Geld gekürzt.

Dass Du Dir keine weltfremden Jobcoachs vorstellen kannst, liegt an der eigenen Weltfremdheit. Jobcoachs wollen, dass man bestimmte Lehrgänge unterschlägt, dass ein Meister z. B. als Geselle anfängt. Es liegt weniger am Zeit-, sondern vielmehr am Kompetenzmangel. Wenn ein Jobcoach erzählt, MLM wäre seriös, dann sagt das schon alles.

Was nützt ein beschäftigter Sozialpädagoge, der nichts bringt? Abgesehen davon: Was willst Du mit einem Jobberater, wenn Du eine Arbeit hast?

Und bevor Du mir "hohle Propaganda" unterstellst, schau Dir mal selbst die Unternehmen an: Fragt man bei einem Bewerbertraining den betreffenden Maßnahmeträger nach eigenen Kontakten zu privaten Arbeitgebern, müssen sie passen. Selbst erst mal informieren statt Stuss zu erzählen.

Nun denn: In Puncto Scheinselbstständigkeit sind wir mal einer Meinung.

Das Maß zu entwickeln, wäre eine Aufgabe für arbeitslose Betriebswirte: Jedenfalls kann es nicht angehen, dass Discounter, Wachfirmen und andere nur noch Aushilfen haben, obwohl diese Stellen zusammengefast viele Vollzeitstellen ergäbe.


Geschrieben von Grubendol am 04.02.2010 um 23:24:

Zitat:
Original von toffil
Warum bist du kein Sozialwissenschaftler geworden, wenn du so extrem viel Ahnung von den sozialen Sicherungssystemen hast?
Naja, um zu sehen, dass Hartz IV schrecklicher Murks ist, muß man nicht studiert haben.

Vielleicht ist das so, aber das reicht nicht, um funktionsfähige Sozialsysteme zu organisieren.

Zitat:
Original von toffil
Nachdem man ein Jahr Zeit hatte, sich selber einen reellen Job zu suchen.
Genau. Zehnmal soviele Arbeitslose wie offene Stellen. Man kann das Thema nicht auf Basis eines Einzelnen diskutieren, der sich vielleicht mehr ins Zeug legt als ein anderer, um einen Job zu kriegen. Fakt ist, dass 90 Prozent zwangsläufig auf der Strecke bleiben, das ist auch ohne Mathestudium leicht auszurechnen.

Es ging mir nur darum, den von Markus erodierten Unterschied zwischen ALG I und ALG II wieder zur Beachtung zu bringen.

Zitat:
Original von toffil
Aber nicht jeden Bewerber, nur diejenigen, die es mit sich machen lassen.
Was willst Du denn machen, wenn der Arbeitgeber sagt, wenn du es nicht machst, macht es ein anderer der tausend Bewerber?

Ich habe mich vorgestellt, der Job ist nichts für mich, also weiterhin ALG.

Zitat:
Original von toffil
Kann ich mir nicht vorstellen.
Das Gefühl hab ich aber auch. Zumindest scheinen sie total überfordert, entweder aufgrund Zeit- oder wegen Kompetenzmangel.

Die geringe Kompetenz der Sachbearbeiter scheint mir bei Hartz IV das größte Problem zu sein.

Zitat:
Original von toffil
Wer oder was bestimmt dieses Maß?
Als Erstens könnte man das anhand der Frage regulieren, ob ein Arbeitgeber zwei oder 400-Euro-Stellen besetzt, welche auch eine Vollzeitkraft ausüben kann. Das wäre ein gutes Kriterium.

Das muss sich aber wirtschaftlich für den Unternehmer rechnen. Oder willst du eine Planwirtschaft einführen?

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Geschrieben von Grubendol am 04.02.2010 um 23:37:

Zitat:
Original von Markus Kenn
auch wenn Du es in gewohnter Manier mit billiger Polemik versuchst:

Auch wenn du es mit den üblichen persönlichen Angriffen bringst...

Zitat:
Original von Markus Kenn
Umbennung von "Bundesanstalt für Arbeit" in "Arbeitsagentur" bringt genauso wenig Arbeitsplätze wie die Zusammenfassung von Arbeitslosenhilfe mit Sozialhilfe.

Das bestreite ich, Verwaltungsreformen machen da Sinn, wo Doppelstrukturen lediglich Kapazitäten verschwenden.

Zitat:
Original von Markus Kenn
Man braucht kein Sozialwissenschaftler zu sein, um zu wissen, dass die Strukturen, nicht die Namen, bei den staatlichen Vermittlern geändert werden muss. Sprich: Dass Vermittler ihrer Aufgabe, Stellen zu vermitteln, nachkommen. Eine Vernetzung von Wirtschaftsförderung (Gemeinden, Städte, Kreisverwaltung) mit den Arbeitsämtern wäre da wesentlich sinnvoller. Dazu muss man wirklich nicht studiert haben, da genügt gesunder Menschenverstand.

Und wo hat das nicht stattgefunden?

Zitat:
Original von Markus Kenn
Und Jobs findet man nicht so leicht, auch nicht innerhalb eines Jahres. Millionen Langzeitarbeitsloser sind Beleg genug dafür.

In der Tat, und mit Hartz IV hat man versucht, das alte System, das lediglich zu immer mehr Arbeitslosen geführt hat, zu reformieren. Eher schlecht als recht, aber immerhin, nach sechzehn Jahren Reformstau unter Kohl. Aber es muss dringend nachgebessert werden.

Zitat:
Original von Markus Kenn
Du kennst auch nicht die aktuelle Gesetzeslage: Ein ALG-I- bzw. Hartz-IV-Empfänger bekommt diese Praktika und kostenlosen Probearbeiten aufgezwungen; lassen sie sich nicht von solchen Abeitgebern bescheissen, kriegt man das Geld gekürzt.

Ich kenne keinen einzigen Fall, in dem ein ALG I-Empfänger ein solches Praktikum aufgezwungen bekommen hat, wenn er über genügend Qualifikationen verfügt.

Zitat:
Original von Markus Kenn
Dass Du Dir keine weltfremden Jobcoachs vorstellen kannst, liegt an der eigenen Weltfremdheit. Jobcoachs wollen, dass man bestimmte Lehrgänge unterschlägt, dass ein Meister z. B. als Geselle anfängt. Es liegt weniger am Zeit-, sondern vielmehr am Kompetenzmangel. Wenn ein Jobcoach erzählt, MLM wäre seriös, dann sagt das schon alles.

Habe ich nie gesagt, dass ich mir keine "weltfremden Jobcoachs" vorstellen kann, ich habe nur gesagt, dass das nicht im Gesetz steht.

Zitat:
Original von Markus Kenn
Was nützt ein beschäftigter Sozialpädagoge, der nichts bringt? Abgesehen davon: Was willst Du mit einem Jobberater, wenn Du eine Arbeit hast?

Du hast Recht, man sollte das mal in ungekündigter Stellung als Testlauf machen. Aber ich habe gerade letztens wieder ein Angebot als Geschäftsführer abgelehnt.

Zitat:
Original von Markus Kenn
Und bevor Du mir "hohle Propaganda" unterstellst, schau Dir mal selbst die Unternehmen an: Fragt man bei einem Bewerbertraining den betreffenden Maßnahmeträger nach eigenen Kontakten zu privaten Arbeitgebern, müssen sie passen. Selbst erst mal informieren statt Stuss zu erzählen.

Sicher, Spackos gibt es überall.

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Geschrieben von toffil am 05.02.2010 um 09:25:

Vielleicht ist das so, aber das reicht nicht, um funktionsfähige Sozialsysteme zu organisieren.
Das stimmt. So etwas kann man nur organisieren, wenn man es auch sozial meint. Ich habe ja einige Freunde und Kollegen in Schweden, und es ist hochinteressant zu hören, wie gut ein auf Vertrauen und Solidarität aufgebauter Sozialstaat funktionieren kann. Als beispielsweise kürzlich Saab kurz vor dem Aus stand, ist in Trollhättan niemand in Panik verfallen, weil die gut abgesichert sind. Genauso ist das unberechtigte Ausnutzen von sozialen Leistungen gesellschaftlich wirklich verpönt, während bei uns ein (ganz eindetig von oben ausgelöstes) gegenseitiges Mißtrauen herrscht, was dazu führt, dass jeder nur noch sich selbst sieht.


Ich habe mich vorgestellt, der Job ist nichts für mich, also weiterhin ALG.
Ja, aber Du hast dann die Wahl zwischen Pest und Cholera. Entweder Niedriglohn und besch... Sozialleistungen bei gleichzeitiger Überlastung oder bald Hartz IV.


Das muss sich aber wirtschaftlich für den Unternehmer rechnen. Oder willst du eine Planwirtschaft einführen?
Was heißt, das muß sich rechnen? Klar muß es das. Aber wer ein Unternehmen eröffnen will, kennt die Gesetze und weiß vorher, ob er eine Vollzeitkraft braucht und was die kostet. Er kann sich also selbst ausrechnen, ob er sich sein Unternehmen leisten kann. Durch die drastische Zunahme der 400-Euro-Jobs werden ja sämtliche Sozialsysteme ausgehöhlt, weil weniger Beiträge gezahlt werden.

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Geschrieben von Markus Kenn am 05.02.2010 um 17:31:

Grubendol,

Du bist derjenige, der mit seiner billigen Polemik persönliche Angriffe und unhaltbare Beschuldigungen bringt (Rechtsextremist, Fundamentalist, Spinner etc.). Die eigene Inkompetenz auf andere zu projezieren, ist bei Dir doch schon pathologisch.

Fakt ist, dass Umbennungen keine Arbeitsplätze bringen. Sie bleiben jener Hartz-IV-Murks, der nur blinder Aktionismus von Schröder und seinem Freund Hartz gewesen sind. Dadurch ist kein einziger sozialversicherungspflichtiger Arbeitsplatz entstanden, im Gegenteil: Durch Ein-Euro-Jobber wurden welche vernichtet.

Der durch Hartz-IV verursachte Vorschriftensalat mit allen nachfolgendne Änderungen hindert die Vermittler daran, ihrer Aufgabe nachzukommen, Arbeitslose zu vermitteln. Weder die Arbeitsagentur noch die Job Center sind in der Lage, wirklich Arbeit zu vermitteln, von dem ein oder anderen Glückstreffer abgesehen. Lotto spielen macht da eher Sinn als sich auf die Arbeitsvermittler zu verlassen.

Unter Kohl hatten wir tatsächlich einen Reformstau, den hatten wir auch unter Gerhard Schröder und haben ihn jetzt. Blinder Aktionismus hilft da nicht weiter. Wir brauchen Reformen, die diesen Namen verdienen wie Mindestlöhne, das Verbot der Praktika und unbezahlten Probearbeiten.

Dass Du keinen ALG-I-Empfänger kennst, dem ein solches Praktikum aufgezwungen wurde, liegt wohl eher an Ignoranz als an den Tatsachen, und es hat nichts mit den Qualifikationen der Arbeitslosen zu tun: Die Meisten von ihnen haben einen Beruf gelernt, die Prüfungen erfolgreich bestanden und waren schon lange im Job. Ihnen die Qualifikationen abzusprechen, zeugt von Wirklichkeitsferne. Es liegt wohl vielmehr an den mangelnden Qualifikationen der Personalentscheider, die gute Arbeitskräfte trotz zahlreicher psychologischer Tests - wie sie bei Versicherungen üblich sind - und trotz vorliegender Zeugnisse nicht beurteilen können.

Die aktuellen Gesetze im Sozialgesetzbuch schreiben vor, dass man alles tun muss, um einen Job zu bekommen. Das ist auch soweit in Ordnung, bloss die Durchführungsrichtlinien zwingen Arbeitslose dazu, an Bewerbertrainings teilzunehmen, dessen Dozenten sich selbst freiberuflich von einer Maßnahme zur anderen durchhangeln. Vor allem Langzeitarbeitslose müssen dann zu Jobcoachs, die einen Menschen nicht beurteilen können. Die Härte war, dass ein Jobcoach allen Ernstes Multilevelmarketing als seriös bezeichnete: Unternehmensberater und gestandene Vertriebler warnen komischerweise vor diesem System. Ein anderer Jobcoach versuchte einen Klienten in einen Hilfsarbeiterjob zu vermitteln - der Klient hat zwei bestandene Berufsausbildungen, diverse Fortbildungen, umfangreiche Berufserfahrungen und ist auch menschlich kompetent. Gleichzeitig sagte der Jobcoach, dass es ja keine Hilfsarbeiterjobs mehr gibt. Merkt ein solcher "Vermittler" nicht, was er da verzapft?

Mit dem von Dir erwähnten Testlauf zeigst Du unter anderem, dass Du nicht wirklich argumentieren möchtest. Abgesehen davon wärst Du mit der Aufgabe noch mehr überfordert als die jetzigen Dozenten.

Mit den Spackos kennst Du Dich ja bestens aus; es sind ja Deinesgleichen.


Geschrieben von Grubendol am 05.02.2010 um 17:55:

Zitat:
Original von Markus Kenn
Grubendol,

Du bist derjenige, der mit seiner billigen Polemik persönliche Angriffe und unhaltbare Beschuldigungen bringt (Rechtsextremist, Fundamentalist, Spinner etc.). Die eigene Inkompetenz auf andere zu projezieren, ist bei Dir doch schon pathologisch.

Deine persönlichen Angriffe kannst du dir sonstwo hin schieben, wenn dich das befriedigt.

Zitat:
Original von Markus Kenn
Fakt ist, dass Umbennungen keine Arbeitsplätze bringen. Sie bleiben jener Hartz-IV-Murks, der nur blinder Aktionismus von Schröder und seinem Freund Hartz gewesen sind. Dadurch ist kein einziger sozialversicherungspflichtiger Arbeitsplatz entstanden, im Gegenteil: Durch Ein-Euro-Jobber wurden welche vernichtet.

Niemand bestreitet, dass Hartz-IV große Schwächen hat, aber es kommt auch niemand mit ernsthaften Vorschlägen, die auch eine Chance auf Verwirklichung haben und die auch wirklich neue Vollzeitarbeitsplätze schaffen.

Zitat:
Original von Markus Kenn
Der durch Hartz-IV verursachte Vorschriftensalat mit allen nachfolgendne Änderungen hindert die Vermittler daran, ihrer Aufgabe nachzukommen, Arbeitslose zu vermitteln. Weder die Arbeitsagentur noch die Job Center sind in der Lage, wirklich Arbeit zu vermitteln, von dem ein oder anderen Glückstreffer abgesehen. Lotto spielen macht da eher Sinn als sich auf die Arbeitsvermittler zu verlassen.

Ich behaupte, in dieser Pauschalität ist diese Aussage nichts als Propaganda und enthält wenig Substanz, die Jobs schafft.

Zitat:
Original von Markus Kenn
Unter Kohl hatten wir tatsächlich einen Reformstau, den hatten wir auch unter Gerhard Schröder und haben ihn jetzt. Blinder Aktionismus hilft da nicht weiter. Wir brauchen Reformen, die diesen Namen verdienen wie Mindestlöhne, das Verbot der Praktika und unbezahlten Probearbeiten.

Alle drei Beispiele kosten bekanntlich Arbeitsplätze und sind, wenn sie isoliert durchgeführt werden, genau der blinde Aktionismus, den du anderen unterstellst.

Zitat:
Original von Markus Kenn
Dass Du keinen ALG-I-Empfänger kennst, dem ein solches Praktikum aufgezwungen wurde, liegt wohl eher an Ignoranz als an den Tatsachen,

Nein, das hat damit zu tun, dass der einzige Zeitarbeiter, den ich kenne, immer nach zwei tagen einen neuen Job hatte, wenn es ihm irgendwo nicht gepasst hat. Deswegen konnten sie ihm auch nichts streichen, er wollte ja immer arbeiten.

Zitat:
Original von Markus Kenn
und es hat nichts mit den Qualifikationen der Arbeitslosen zu tun: Die Meisten von ihnen haben einen Beruf gelernt, die Prüfungen erfolgreich bestanden und waren schon lange im Job.

Dann haben sie ja auch die Erfahrung, sich schlechte Qualität seitens der ARGEN nicht bieten zu lassen. Die hohe Zahl der erfolgreichen Widersprüche und Klagen beweist, dass es so ist, dass sich viele Leute eben nicht alles bieten lassen.

Zitat:
Original von Markus Kenn
Ihnen die Qualifikationen abzusprechen, zeugt von Wirklichkeitsferne.

Ich habe niemandem irgendeine Qualifikation abgesprochen.

Zitat:
Original von Markus Kenn
Es liegt wohl vielmehr an den mangelnden Qualifikationen der Personalentscheider, die gute Arbeitskräfte trotz zahlreicher psychologischer Tests - wie sie bei Versicherungen üblich sind - und trotz vorliegender Zeugnisse nicht beurteilen können.

Mag sein, kann ich nicht beurteilen, aber jedes neue System hat Anlaufschwierigkeiten. Dann muss man halt später die entsprechenden Stellschrauben im System nachjustieren.

Zitat:
Original von Markus Kenn
Die aktuellen Gesetze im Sozialgesetzbuch schreiben vor, dass man alles tun muss, um einen Job zu bekommen. Das ist auch soweit in Ordnung, bloss die Durchführungsrichtlinien zwingen Arbeitslose dazu, an Bewerbertrainings teilzunehmen, dessen Dozenten sich selbst freiberuflich von einer Maßnahme zur anderen durchhangeln. Vor allem Langzeitarbeitslose müssen dann zu Jobcoachs, die einen Menschen nicht beurteilen können. Die Härte war, dass ein Jobcoach allen Ernstes Multilevelmarketing als seriös bezeichnete: Unternehmensberater und gestandene Vertriebler warnen komischerweise vor diesem System. Ein anderer Jobcoach versuchte einen Klienten in einen Hilfsarbeiterjob zu vermitteln - der Klient hat zwei bestandene Berufsausbildungen, diverse Fortbildungen, umfangreiche Berufserfahrungen und ist auch menschlich kompetent. Gleichzeitig sagte der Jobcoach, dass es ja keine Hilfsarbeiterjobs mehr gibt. Merkt ein solcher "Vermittler" nicht, was er da verzapft?

Anscheinend nicht, aber der tut offensichtlich Dinge, die nach dem Gesetz nicht ok sind, denn ein Arbeitsloser muss nur alles Nötige tun, um einen Job zu finden. Wenn der Jobcoach es "nicht merkt", lässt es ihn das Sozialgericht merken und wenn eine hohe Zahl seiner Fälle nicht durchgeht, ist er bald raus.

Zitat:
Original von Markus Kenn
Mit dem von Dir erwähnten Testlauf zeigst Du unter anderem, dass Du nicht wirklich argumentieren möchtest. Abgesehen davon wärst Du mit der Aufgabe noch mehr überfordert als die jetzigen Dozenten.

Du kennst meine Qualifikation gerade im Verwaltungsbereich nicht.

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Geschrieben von Markus Kenn am 05.02.2010 um 18:09:

Auch Deine missglückten Retourkutschen ändern nichts an der Tatsache, dass Du derjenige bist, der hier polemisiert und persönliche Angriffe reitet. Es ist wohl eine Ersatzbefriedigung Deinerseits. Wer es anders nicht kann, polemisiert halt eben. Siehe Grubendol.

Hartz IV hat keine grossen Schwächen, sondern ist die grosse Schwäche. Abgesehen davon gibt es einige sehr gute Vorschläge: Mindestlöhne haben z. B. in Grossbritannien Arbeitsplätze geschaffen, und wenn man sauber rechnet, dann kommt man sehr schnell dahinter, dass sehr viele 400-Euro-Jobs in eine Anzahl wirklicher Vollzeitjobs umgewandelt werden kann. Das Verbot der Scheinselbstständigkeit - z. B. bei eismann - würde schlagartig und ohne Kosten für die Gemeinschaft einige tausend Vollzeitarbeitsplätze schaffen.

Meine Vorschläge als blinden Aktionismus zu bezeichnen, zeigt, dass Du hier nichts verstanden hast. Wer Bewerber als Praktikanten arbeiten lässt, vernichtet sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze und bereichert sich an der Not von Stellensuchenden.

Woher nimmst Du denn den Zeitarbeiter? Wenn sich einer weigert, irgendwo zu arbeiten, weil es ihm hier oder da nicht gefällt, fliegt er raus wegen Arbeitsverweigerung, ganz gleich, wie motiviert er ist.

Es ist tatsächlich gut so, dass sich die Langzeitarbeitslosen nicht alles bieten lassen. Es zeigt aber auch, dass sie qualifiziert sind, denn sie können Bescheide lesen und Schritte einleiten, was wiederum ihre Eigeninitiative zeigt und auch, dass sie selbstständig handeln können.

Du hast in diesem Thread - hoffentlich weisst Du noch wo - gesagt, dass Hartz-IV-Empfänger oft nicht zu gebrauchen sind. Damit sprichst Du ihnen die Qualifikationen ab.

Das neue System ist mittlerweile fünf Jahre alt, Zeit genug, um Kinderkrankheiten abzustellen. Doch wenn das System als solches die Krankheit ist, dann muss man zwecks Gesundung dieses als solches verändern.

Mit den Jobcoachs kannst Du weiter träumen: Die meisten Jobcoachs machen jahrelang ihren Mist. Und nichts kommt dabei herum. Sie werden nicht entlassen, und Sozialgerichte lassen da auch niemanden was merken.

Ich lese ja Deine Äusserungen: Im Verwaltungsbereich sind Argumente gefragt, keine Polemik.


Geschrieben von toffil am 05.02.2010 um 18:16:

Zitat:
Original von Markus Kenn
Auch Deine missglückten Retourkutschen ändern nichts an der Tatsache, dass Du derjenige bist, der hier polemisiert und persönliche Angriffe reitet. Es ist wohl eine Ersatzbefriedigung Deinerseits. Wer es anders nicht kann, polemisiert halt eben. Siehe Grubendol.

Markus!!!

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Geschrieben von toffil am 05.02.2010 um 18:24:

Niemand bestreitet, dass Hartz-IV große Schwächen hat, aber es kommt auch niemand mit ernsthaften Vorschlägen, die auch eine Chance auf Verwirklichung haben und die auch wirklich neue Vollzeitarbeitsplätze schaffen.
Ich schon. Aber auf mich hört ja keiner, außer wenn ich schlimme Worte benutze! großes Grinsen

Ich behaupte, in dieser Pauschalität ist diese Aussage nichts als Propaganda und enthält wenig Substanz, die Jobs schafft.
Ich denke, nur der Verweis aufs Lotto war Propaganda, der Rest scheint absolut zu stimmen, das räumen so ziemlich alle Insider ein.

Alle drei Beispiele kosten bekanntlich Arbeitsplätze und sind, wenn sie isoliert durchgeführt werden, genau der blinde Aktionismus, den du anderen unterstellst.
Sie kosten nur dann Arbeitsplätze, wenn sie isoliert und als Aktionismus eingeführt werden. Wenn den Unternehmen, beispielsweise durch die Gewerkschaften, und den Schwarzarbeitern konsequent auf die Finger gesehen wird, kosten Mindestlöhne nur dort Arbeitsplätze, wo man die Arbeitsleistung aus dem Ausland beziehen kann. Was z. B. bei Briefträgern oder Friseuren schon mal nicht der Fall ist.

Aber die ganze Diskussion, tut mir ja auch leid (nee, eigentlich tuts mir nicht leid) führt uns immer wieder dahin, dass es eine ethisch handelnde und denkende Gesellschaft braucht, damit das Land wieder auf einen grünen Zweig kommt. Letztlich werden sämtliche Regularien oder Vorschriften bei nicht-ethischer Einstellung immer irgendwie unterlaufen.

Nein, das hat damit zu tun, dass der einzige Zeitarbeiter, den ich kenne, immer nach zwei tagen einen neuen Job hatte, wenn es ihm irgendwo nicht gepasst hat. Deswegen konnten sie ihm auch nichts streichen, er wollte ja immer arbeiten.
Gut gemacht und Glück gehabt, tät ich sagen.

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Geschrieben von Günter am 05.02.2010 um 18:42:

Habt Ihr euch schon einmal überlegt, dass es nichts nützt, wenn man ein Auto, an dem die Zündanlage defekt ist, am Auspuff repariert?

Diese ganzen Sanktionen und die Phrasen von "Fördern und Fordern" bringen nichts, wenn man nicht Arbeitsplätze schafft!

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Geschrieben von Markus Kenn am 05.02.2010 um 18:54:

Genau so ist es. Es kann auch nicht sein, dass Ein-Euro-Jobber faktisch vollwertige Arbeit leisten und im Grunde einen Arbeitsplatz ausfüllen, aber keinen Arbeitsvertrag haben.

Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, die auf Dauer Arbeitsplätze schaffen, machen da mehr Sinn. Der Nürburgring in den 1920iger Jahren war so etwas. Natürlich kann man nicht lauter Rennstrecken bauen. Aber wie wäre es, aus Burgruinen etwas zu machen, was Kulturreisende anlockt? Oder eine ABM für Betriebswirte, die z. B. Franchisesysteme entwickeln oder neue Vertriebssysteme? Wären mal zwei Ideen, die zwar für sich genommen nicht ausreichen, aber ein Anfang sind!


Geschrieben von Grubendol am 05.02.2010 um 22:10:

Zitat:
Original von Markus Kenn
Hartz IV hat keine grossen Schwächen, sondern ist die grosse Schwäche.

Tolles "Argument".

Zitat:
Original von Markus Kenn
Abgesehen davon gibt es einige sehr gute Vorschläge: Mindestlöhne haben z. B. in Grossbritannien Arbeitsplätze geschaffen,

Quelle? Beleg?

Zitat:
Original von Markus Kenn
und wenn man sauber rechnet, dann kommt man sehr schnell dahinter, dass sehr viele 400-Euro-Jobs in eine Anzahl wirklicher Vollzeitjobs umgewandelt werden kann.

Wie? Vorrechnen bitte.

Zitat:
Original von Markus Kenn
Meine Vorschläge als blinden Aktionismus zu bezeichnen, zeigt, dass Du hier nichts verstanden hast. Wer Bewerber als Praktikanten arbeiten lässt, vernichtet sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze und bereichert sich an der Not von Stellensuchenden.

Bis jetzt ist es nur eine Behauptung deinerseits, dass so etwas großflächig geschieht.

Zitat:
Original von Markus Kenn
Woher nimmst Du denn den Zeitarbeiter? Wenn sich einer weigert, irgendwo zu arbeiten, weil es ihm hier oder da nicht gefällt, fliegt er raus wegen Arbeitsverweigerung, ganz gleich, wie motiviert er ist.

Den "nehme" ich nicht, der existiert einfach, der sucht sich im Winter was für drinnen und im Sommer was für draußen...

Zitat:
Original von Markus Kenn
Du hast in diesem Thread - hoffentlich weisst Du noch wo - gesagt, dass Hartz-IV-Empfänger oft nicht zu gebrauchen sind. Damit sprichst Du ihnen die Qualifikationen ab.

Hoffentlich weißt du, wo...

Zitat:
Original von Markus Kenn
Das neue System ist mittlerweile fünf Jahre alt, Zeit genug, um Kinderkrankheiten abzustellen. Doch wenn das System als solches die Krankheit ist, dann muss man zwecks Gesundung dieses als solches verändern.

Das war aber mit CDU/CSU, die die ganzen Grausamkeiten über ihre Macht im Bundesrat ins Gesetz geschrieben haben, aber nicht zu machen.

Zitat:
Original von Markus Kenn
Mit den Jobcoachs kannst Du weiter träumen: Die meisten Jobcoachs machen jahrelang ihren Mist. Und nichts kommt dabei herum. Sie werden nicht entlassen, und Sozialgerichte lassen da auch niemanden was merken.

Das ist unrichtig:

Zitat:
So könnten die Berliner Richter fast 80 Prozent aller Hartz-IV-Verfahren ohne Richterspruch abschließen, weil nach Hinweisen des Richters ein Kompromiss gefunden wird oder eine Seite ihren Fehler einsieht. "Der Richter wird zum Schlichter", erklärte Schudoma. Insgesamt gehe jedes zweite Hartz-IV-Verfahren mit einem zumindest teilweisen Erfolg des Hilfebedürftigen aus; bei anderen Sozialbereichen sei es dagegen nur jedes dritte.

http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5h7Nv7VhndgUm6MviC618MUFQF5hQ

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Wenn euer Verstand spricht, vergesst ihr euer Herz.
Und wenn euer Herz spricht, vergesst ihr alles."

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"Mir gefällt Ihr Benehmen nicht."
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Der Erleuchtung ist es egal, wie du sie erlangst!


Geschrieben von Markus Kenn am 08.02.2010 um 16:45:

Wer selbst keine Argumente liefern kann, soll Argumente anderer nicht auch noch abzuwerten versuchen: Hartz IV ist und bleibt ein einziger Murks, auch wenn man damit Deinem Freund Schröder auf die Füsse tritt.

Schau mit den 400-Euro-Jobs mal in der Zeitung, halte im Discounter und bei Baumärkten sowie bei Zeitungszustellern etc. die Augen auf: Das kann sich jeder selbst ausrechnen, der mit seinen Fingern auch nur bis zwei zählen kann.

Dass dies grossflächig geschieht, erfährt man in jedem Bewerbertraining, wo man zu Praktika gezwungen wird.

Ich weiss, wo, und Du weisst es hoffentlich auch noch, obwohl man bei Dir da wirklich nicht so sicher sein kann.

Abgesehen davon, dass Du nicht nur bei Hartz IV träumst, würde ich Dir erst einmal raten, über diese Dinge einmal selbst zu recherchieren, bevor Du irgendwelchen Schwachsinn verzapfst. Wer nicht bemerkt, was mit Hartz IV alles kaputt gemacht wird, muss schon einen sehr gesunden Schlaf für seine Träumereien haben.

Auch der richterliche Beschluss ändert nichts daran, dass Jobcoachs Tagträumer sind. Deshalb wäre es auch ein Job für Dich: Da wirst Du fürs Spinnen bezahlt.

Warum kann man sich nicht ohne Beleidigungen hier sachlich unterhalten ?


Geschrieben von Günter am 08.02.2010 um 17:05:

Zitat:
Original von Markus Kenn
Abgesehen davon, dass Du nicht nur bei Hartz IV träumst, würde ich Dir erst einmal raten, über diese Dinge einmal selbst zu recherchieren, bevor Du irgendwelchen Schwachsinn verzapfst.
...

Auch der richterliche Beschluss ändert nichts daran, dass Jobcoachs Tagträumer sind. Deshalb wäre es auch ein Job für Dich: Da wirst Du fürs Spinnen bezahlt.


Markus, auch wenn ich Dir inhaltlich beipflichte, nimm bei Deinen Formulierungen mal bitte einen Gang raus. Das kann man doch auch anders formulieren!

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Liebe Grüße winke
Günter



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Geschrieben von Markus Kenn am 08.02.2010 um 17:29:

Conny,

ich werde mal einen Gang zurückschalten.

Allerdings muss ich hier auch einmal klar stellen, dass Grubendol mich wiederholt als Fundamentalist, Spinner und Lügner bezeichnet hat und auch andere in diesem Forum beleidigt hat. Wenn ich ihm gegenüber sehr harsch bin, dann in der Hoffnung, dass er dann begreift, auf welch dünnem Eis er ist und dass er sich einer gepflegteren Sprache bemächtigen sollte.

Normalerweise pflege ich einen zivilisierten Ton. Tut mir leid, wenn ich Dir und anderen damit auf die Füsse trete.


Geschrieben von Lui am 08.02.2010 um 17:39:

Hin und wieder sollte man auch mal über den Dingen stehen und für jemanden der daran glaubt das Jesus lebt,sollte das nicht schwerfallen.
Wie zitierte Conny doch unlängst:Nicht recht haben,sondern lieb haben. Freude

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Man kann alles zensieren und durch Regeln beschränken. Nur dann darf man sich nicht wundern, wenn irgendwann viele weg bleiben.

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Ich baue grundsätzlich in allen Beiträgen absichtlich Rechtschreibfehler ein um den Leser und ganz speziell den "Klugscheissern" zusätzlichen Spaß zu bereiten und meine Beiträge interessanter zu machen.


Geschrieben von Grubendol am 09.02.2010 um 13:14:

Zitat:
Original von Markus Kenn
Wer selbst keine Argumente liefern kann, soll Argumente anderer nicht auch noch abzuwerten versuchen: Hartz IV ist und bleibt ein einziger Murks, auch wenn man damit Deinem Freund Schröder auf die Füsse tritt.

immer noch kein Argument, sondern schlicht Propaganda.

Zitat:
Original von Markus Kenn
Schau mit den 400-Euro-Jobs mal in der Zeitung, halte im Discounter und bei Baumärkten sowie bei Zeitungszustellern etc. die Augen auf: Das kann sich jeder selbst ausrechnen, der mit seinen Fingern auch nur bis zwei zählen kann.

Und wie viele Alleinerziehende, Frührentner, Behinderte usw. suchen lediglich eine Teilzeitarbeit?

Zitat:
Original von Markus Kenn
Dass dies grossflächig geschieht, erfährt man in jedem Bewerbertraining, wo man zu Praktika gezwungen wird.

Nur eine Behauptung ohne Beleg.

Zitat:
Original von Markus Kenn
Abgesehen davon, dass Du nicht nur bei Hartz IV träumst, würde ich Dir erst einmal raten, über diese Dinge einmal selbst zu recherchieren, bevor Du irgendwelchen Schwachsinn verzapfst. Wer nicht bemerkt, was mit Hartz IV alles kaputt gemacht wird, muss schon einen sehr gesunden Schlaf für seine Träumereien haben.

Solche Pauschalsprüche helfen niemandem, kriegen niemanden an die Arbeit und schaffen keine Jobs, weder Teil- noch Vollzeit.

Zitat:
Original von Markus Kenn
Auch der richterliche Beschluss ändert nichts daran, dass Jobcoachs Tagträumer sind. Deshalb wäre es auch ein Job für Dich: Da wirst Du fürs Spinnen bezahlt.

Der richterliche Beschluss verschafft sehr vielen Leuten zuerst einmal mehr Geld, und darum geht es für die Hartz-IV-Empfänger im Moment.

@ Mod: der Spruch beleidigt mich nicht, den nehme ich von Markus, als seine Meinung, ohne Beschwerde hin.

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Geschrieben von Quark am 09.02.2010 um 16:18:

Zitat:
Original von Grubendol

@ Mod: der Spruch beleidigt mich nicht, den nehme ich von Markus, als seine Meinung, ohne Beschwerde hin.

Aber ich nicht smile

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In der Politik geschieht nichts zufällig. Wenn es geschieht, dann kann man darauf wetten, dass es genauso geplant war.

Franklin D. Roosevelt


Geschrieben von Markus Kenn am 09.02.2010 um 17:19:

Lieb haben und nicht immer recht haben wollen, hat aber nichts damit zu tun, dass man Grubendols verbale Ausrutscher unbesehen hinnimmt: Wer andere als Fundamentalisten, Spjinner und Lügner hinstellt, wer Argumente als Propaganda verunglimpft, muss akzeptieren, dass er selbst Breitseiten ab bekommt.

Ob jemand meine Äusserungen ohne Beschwerde hinnimmt oder nicht, kann nur jeder für sich selbst entscheiden. Mit den Meisten in diesem Forum kann man sich ja auch - trotz gegensätzlicher Meinungen - sehr gut austauschen, weil hier Argumente geliefert werden und keine Platitüden.


Grubendol:

Du lieferst keine Argumente, sondern eine Pro-Schröder-Propaganda.

Frührentner und Behinderte bräuchten kaum 400-Euro-Beschäftigungen oder Teilzeit-Arbeiten, wenn ihre Versorgung gesichert wäre. Im Übrigen hat ein Frührentner ja seine Rente wohl deshalb, weil er krank ist und dauerhaft berufs- bzw. arbeitsunfähig. Und mit etwas Kreativität kann man Behinderte auch in Vollzeitstellen einsetzen; es ist ja nicht so, dass man im Rollstuhl, als Taubstummer oder als Blinder keine hervorragende Arbeit abliefern könnte: Die Meisten von ihnen sind leistungsfähige und sehr produktive Mitarbeiter, was auch für die nicht genannten Behinderungen ebenso gilt. Bei Alleinerziehenden kann man Heimarbeit anbieten: Selbst in der Produktion gab es viele solcher Arbeitsplätze, wo z. B. zuhause genäht bzw. montiert wurde. Büroarbeitsplätze sind heute ohnehin Telearbeitsplätze, und durch Internet kann man hier auch vieles von zuhause aus erledigen, und das so, dass Alleinerziehende Beruf, Haushalt und Kinder unter einen Hut bekommen ohne dass die Arbeit für die Firma oder privat darunter leidet.

Meine Behauptung mit den Bewerbertrainings lässt sich sehr leicht belegen: Mach mal einen Kurs beim bfw, bei der DAA oder anderen Maßnahmeträgern mit, dann hast Du den Beleg. Also erst einmal selbst die Hausaufgaben machen.

Hartz IV hat keine Arbeitsplätze geschaffen, sondern zu Dumpinglöhnen, Minijobs und Ein-Euro-Jobs geführt, die eben Teil- und Vollzeitstellen vernichten und bereits vernichtet haben.

Sicher ist den Hartz-IV-Empfängern geholfen, wenn sie mehr Geld haben; das ändert aber nichts daran, dass Jobcoachs ihren Job nicht verstehen und keinem in eine Stelle helfen. Ein Jobcoach sagte einmal zu einem Klienten: "Sie haben zwar einen Beruf, aber es kommt für Sie nur ein Hilfsarbeiterjob in Frage; Ihre Berufserfahrungen spielen dabei keine Rolle. Leider gibt es keine Hillfsarbeiterjobs mehr." Einen Coach, der sich so schnell widerspricht und dies selbst auf Hinweis nicht einmal bemerkt, sollte man von mir aus den Hof kehren lassen oder zum Bier holen einteilen, für seine "Berater"tätigkeit jedenfalls taugt er nichts.


Geschrieben von Quark am 09.02.2010 um 17:34:

Zitat:
Original von Markus Kenn
Ein Jobcoach sagte einmal zu einem Klienten: ...

Ein Jobcoach von wie vielen? Verallgemeinerst Du da nicht ein wenig? Oder sind das die Geschichten von einem, der gehört hat, wie jemand gehört hat ... Einen ganzen Zweig Unwissenheit vorzuwerfen, dazu gehört schon mehr als ein unfähiger Mitarbeiter.

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In der Politik geschieht nichts zufällig. Wenn es geschieht, dann kann man darauf wetten, dass es genauso geplant war.

Franklin D. Roosevelt


Geschrieben von Markus Kenn am 09.02.2010 um 17:45:

Mir wäre wohler, wenn ich hier verallgemeinern würde: Diese Erfahrung machen fast alle Arbeitslosen. Deshalb nehmen sie sich - oft unter Protest des Jobcoachs - einen Zeugen mit. Solche und ähnliche Dinge passieren bei verschiedenen Jobcoachs und diversen Firmen, die als Maßnahmeträger fungieren.

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