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Geschrieben von toffil am 08.11.2009 um 19:09:

20 Jahre Mauerfall

Mich würde interessieren, was andere im Zusammenhang mit dem Mauerfall erlebt haben!

Ich hätte auch ein paar Bilder bzw. ein Video, welches ich Günter zur Verfügung stellen und er hier irgendwie reinpfriemeln könnte.

Wenn ich nicht schon wieder vergessen hätte, wie man Bilder hochlädt, würde ich eins von mir an der Mauer einbinden.

Als die Mauer fiel, saß ich im Taxi und konnte alles deshalb nur per Radio verfolgen. Da ich früher überall dabei sein mußte, bin ich am darauffolgenden Samstag nach der Schicht nachts um halb zwei mit meinem Freund Michael in meinen Citroen BX Diesel geklettert und nach Berlin gefahren.

Es war ein unbeschreiblicher Tag, der für alle Zeiten einer der schönsten meines Lebens bleiben wird!

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Der Zweck der Diplomatie ist die Verlängerung von Krisen!


Geschrieben von Grubendol am 08.11.2009 um 19:24:

Ich weiß noch, dass ich es damals interessant fand, in meinem Leben noch einmal "Geschichte" zu erleben, und das ohne Gewalt und Krieg. Seit der Kuba-Krise, der Mondlandung, Vietnam, der RAF und der anti-AKW-Bewegung war ja nicht mehr wirklich viel passiert.

Der Mauerfall war ein ganz unglaubliches Ereignis, mit dem ich niemals zu meinen Lebzeiten gerechnet hätte. Freiheit für 17 Millionen Menschen, das Ende des Kalten Krieges.

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"So seid ihr Menschen: Wenn euer Bauch spricht, vergesst ihr den Verstand.
Wenn euer Verstand spricht, vergesst ihr euer Herz.
Und wenn euer Herz spricht, vergesst ihr alles."

- Der Dieb von Bagdad
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"Macht nichts. Ich verkauf's ja nicht."
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Der Erleuchtung ist es egal, wie du sie erlangst!


Geschrieben von Günter am 08.11.2009 um 19:29:

Zitat:
Original von Grubendol
Ich weiß noch, dass ich es damals interessant fand, in meinem Leben noch einmal "Geschichte" zu erleben, und das ohne Gewalt und Krieg. Seit der Kuba-Krise, der Mondlandung, Vietnam, der RAF und der anti-AKW-Bewegung war ja nicht mehr wirklich viel passiert.

Der Mauerfall war ein ganz unglaubliches Ereignis, mit dem ich niemals zu meinen Lebzeiten gerechnet hätte. Freiheit für 17 Millionen Menschen, das Ende des Kalten Krieges.


Stimmt. Wenn die meisten der CDU-Politiker immer wieder von der "offenen deutschen Frage" sprachen, habe ich immer ungläubig den Kopf geschüttelt oder gelacht, genau wie die meisten meiner damaligen SPD-Genossen.

Tja, so kann man sich täuschen.

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Liebe Grüße winke
Günter



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Geschrieben von Maggie am 08.11.2009 um 21:01:

Toffil, ich bin erfreut, Dein Gesicht sehen zu dürfen.


Geschrieben von toffil am 09.11.2009 um 10:28:

Zitat:
Original von Maggie
Toffil, ich bin erfreut, Dein Gesicht sehen zu dürfen.

Das hat der Geisterbahnbetreiber auch gesagt ...

Aber ich wollte vor dem anstehenden Forentreffen die Schockwirkung etwas mildern! Augenzwinkern

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Geschrieben von RaBoe am 09.11.2009 um 12:19:

Zitat:
Original von Grubendol


Der Mauerfall war ein ganz unglaubliches Ereignis, mit dem ich niemals zu meinen Lebzeiten gerechnet hätte. Freiheit für 17 Millionen Menschen, das Ende des Kalten Krieges.


So ging es mir auch, das Wochenende nach dem Mauerfall fuhr ich von Augsburg nach Otterdorf, so viele Trabbis auf der A7 und der Geruch der Freiheit (Zweitakt) Freude Freude

Kaum in Otterndorf angekommen, standen die Brieffreunde und Verwandten aus dem Osten unangemeldet bei den Nachbarn vor der Tür, was für ein Wochenende viel getrunken, viel erzählt und man musste auch vieles gerade rücken.

Einige Zeit später kamen dann die neuen Arbeitskräfte, zum großen Teil sehr gute Verstärkung für mich.

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Geboren in Hadeln, in der Welt zu Hause.


Geschrieben von Maggie am 09.11.2009 um 14:03:

Schön war auch die neue "Reisefreiheit" dder Westdeutschen. Endlich konnte ich mir die Heimat meiner Oma (Darß), die schönen Hansestädte (s. auch Fotos von "Sailor") und die Insel Rügen (s. auch Fotos von "Nautilus") ansehen.


Geschrieben von Grubendol am 10.11.2009 um 16:24:

Eine Wortklauberei...

Zitat:
Ach, du lieber Newton
(...)
Wie es bei Adam und der Eva dunnemals zwar einen Apfel gab, aber der Fall doch komplett anders liegt: Sündenfall nennt ihn die Bibel, und der kann man mit Physik schon gar nicht kommen. Und dem alten Platon auch nicht. Glaubt man ihm, sind wir hinab gefallen aus einem Reich der Ideen und tragen seither blaue Flecken als Erkenntnis. Falls A immer noch nicht ahnt, was das alles soll, bewerfe man ihn mit Wittgenstein. Dessen Welt war alles, was der Fall ist.

Heißt kurzum für Wortklauber wie A: Wenn's plumps macht, war's Physik, und wo's still bleibt, die Metapher.
(...)
http://www.zeit.de/kultur/literatur/2009-11/mauerfall-glosse

Addendum: der schönste Fall ist der Beifall, der schönste Schlaf aber tief und fest

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Geschrieben von Quark am 10.11.2009 um 19:26:

Was hab ich erlebt, als die Mauer fiel? Ich konnte es wie viele andere auch, erst nicht glauben.

1989, ich war gerade aus der Zeit des Jugendlichen rausgewachsen, frisch verheiratet und habe die Berichterstattung im Fernsehen natürlich verfolgt.

Ich habe mich daran erinnert, wie es damals war, an der innerdeutschen Grenze, zu der wir als Kind im Rahmen einer Klassenfahrt in den Harz gefahren sind, gegenüber Grenzer, die uns beobachteten. Oder im Rahmen eines Ausflugs während der Ausbildung, als über uns ein Hubschrauber der DDR-Grenzschutztruppen flog.

Und das sollte alles nicht mehr gelten? Ich konnte es nicht glauben.

Im Frühjahr 1990 sind wir in die ehemalige DDR nach Parchim mit dem Auto gefahren, damals war vom Aufschwung Ost noch nicht viel zu sehen - nur die großen Lebensmittel-Märkte wie Aldi und Lidl hatten ihre Fühler schon ausgestreckt. Aber die Dorfstraßen hatten immer noch Kopfsteinpflaster und in den Gaststätten gab es Kaffee mit Kaffeesatz.

Für mich ist dieses Kapitel Deutschlands immer noch gelebte Geschichte. Vor einigen Jahren war ich an der ehemaligen Grenze an der Elbe, wo noch immer Spuren der Teilung auch heute noch sichtbar sind und von einem privaten Verein auch am Leben erhalten werden.

Wenn ich heute meinen vierjährigen Sohn durch die Stube laufen sehe, denke ich mir, dass er dies alles nicht mehr erlebt hat, dass er in einem Deutschland aufwachsen wird, in dem es keine Teilung mehr zwischen Ost und West geben wird, keine Transitstrecke, keinen Zwangsumtausch, aber auch keinen Schießbefehl oder Sebstschußanlagen an einem Zaun.

Wenn ich in Berlin bin, versuche ich jedesmal durch das Brandenburger Tor zu gehen, etwas, das für mich ein unglaubliches Ereignis ist, zustandegekommen durch mutige Menschen, die gewagt haben, der Führung ihr "Wir sind das Volk" entgegenzuschmettern.

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In der Politik geschieht nichts zufällig. Wenn es geschieht, dann kann man darauf wetten, dass es genauso geplant war.

Franklin D. Roosevelt

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